Westfalia Herne gewinnt gegen den TuS Ennepetal mit 3:0 und baut den Vorsprung auf den SV Zweckel vorerst auf vier Punkte aus.

Herne - Ennepetal 3:0

"Wir waren nicht wettbewerbstauglich"

Tobias Hinne-Schneider
21. Mai 2015, 23:14 Uhr
Foto: Tillmann

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Westfalia Herne gewinnt gegen den TuS Ennepetal mit 3:0 und baut den Vorsprung auf den SV Zweckel vorerst auf vier Punkte aus.

Eine Halbzeit lang boten beide Teams gar nichts, Westfalia-Coach Holger Wortmann bezeichnete den ersten Durchgang seiner Mannschaft als "lethargisch und blutleer". Doch das hatte keine Konsequenzen, da die Gäste nur eine Not-Elf auf den Platz schickten, die nur wenig oberligatauglich wirkte. Nach Wiederanpfiff dauerte es nur wenige Minuten, bis [person=9172]Jean-Pierre Schilling[/person] die Hausherren in Führung schoss. Der Rechtsaußen erzielte auch das vorentscheidende 2:0 (68.) nach einer schönen Kombination über [person=1352]Fatlum Zaskoku[/person] und [person=21040]Semih Aktas[/person]. Ohne Ex-Profi [person=1438]Giovanni Federico[/person] und den starken[person=4361] Robin Gallus[/person] fiel Ennepetal über weite Strecken überhaupt nichts ein. Einzig ein Distanzschuss von [person=1735]Leon Enzmann[/person] ging überhaupt in die Nähe von [person=3989]Benjamin Carpentier[/person]. Folgerichtig erhöhte der eingewechselte [person=19521]Bünyamin Karagülmez[/person] nach Vorarbeit von Westfalia-Kapitän Zaskoku auf 3:0 (76.).

Imre Renji, Trainer des TuS Ennepetal, entschuldigte sich bei Zweckel und Sprockhövel für den schlechten Auftritt seiner Mannschaft: "Wir waren nicht wettbewerbsfähig, da uns neun oder zehn Leute gefehlt haben. Das ärgert mich schon sehr. Es tut mir Leid für die anderen Mannschaften, die noch mit im Abstiegskampf stehen, wir wollen natürlich neutral bleiben und auch jedem Gegner Paroli bieten. Zum Spielverlauf: Ich weiß gar nicht, ob wir überhaupt eine gute Aktion in den 90 Minuten hatten. Durch einen individuellen Fehler haben wir das erste Tor bekommen, beim zweiten laden wir Herne wieder ein, daher haben wir völlig verdient verloren."

Die Erleichterung stand Holger Wortmann ins Gesicht geschrieben, den direkten Konkurrenten kann er am Montag sogar aus der eigenen Wohnung beobachten: "Ich werde bei mir im Wohnzimmer sitzen und mir das Spiel zwischen Rhynern und Zweckel angucken. Der Sieg war wichtig, es ist mir scheißegal, ob wir toll oder überragend spielen, uns interessieren in der Situation nur Punkte. Wie heißt es so schön, es gibt keine Zähler für die B-Note, daher ist das auch völlig uninteressant."

Autor: Tobias Hinne-Schneider

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