Auf der Pressekonferenz nach der 1:4-Niederlage des VfB Hüls gegen Lippstadt platzte Markus Kaya vor versammelter Gemeinschaft der Kragen.

VfB Hüls

Kaya platzt der Kragen

21. Mai 2015, 22:42 Uhr
Foto: Benjamin Neumann

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Auf der Pressekonferenz nach der 1:4-Niederlage des VfB Hüls gegen Lippstadt platzte Markus Kaya vor versammelter Gemeinschaft der Kragen.

Dem Trainer vom designierten Oberliga-Absteiger VfB Hüls war zuwider, wie seine Mannschaft sich vor allem in der ersten Hälfte gegen die starken Gäste aus Lippstadt präsentiert hatte. Dass Lippstadt schon nach 45 Minuten die Punkte quasi im Sack hatte, war auch dem Umstand geschuldet, dass sich die Hülser sang- und klanglos ihrem Schicksal ergeben hatten.

"Das war eine Frechheit", brach es aus dem 35-Jährigen heraus. Leidenschaft, Herz und Engagement - all das hatte der VfB vermissen lassen. Grund genug für "Kayo", seine Startaufstellung über 90 Minuten abzustrafen. Dass er nicht gewechselt hatte, war Ausdruck der Wertschätzung gegenüber den Ersatzspielern. "Ich wollte nicht, dass einer von denen, die das Ergebnis nicht verantwortet haben, in den Schlussminuten auf dem Platz steht", erklärte Kaya auf der anschließenden Pressekonferenz.

Den kollektiven Blackout nahm er gleich zum Anlass, vor versammelter Gemeinde schwere Konsequenzen anzukündigen. Der ein oder andere Spieler wird sich in den verbleibenden vier Oberliga-Spielen auf der Bank wiederfinden. "Wie die Jungs sich präsentiert haben, geht gar nicht", motzte Kaya.

Einer schien von der Kritik ausgenommen: Dominik Grams, Linksverteidiger beim VfB, der als einziger Spieler noch im Vereinsheim weilte. Der Rest hatte sich davon geschlichen. Ein Symbolbild für die Situation beim Krisenklub. Ein Bekenntnis zum Verein in Form der Vertragsverlängerung (auch für die Bezirksliga) hat der Verein bisher nur von zwei Mann bekommen: Kaya und Grams.

Wer von den übrigen Spielern glaubt, sich in den letzten vier Partien noch einmal für eine höhere Aufgabe in der Ober- oder Westfalenliga empfehlen zu können, dürfte spätestens nach dem 1:4 gegen Lippstadt noch einmal das Unternehmen "Selbstreflektion" starten. Wie sich das Gros der Hülser im Nachholspiel präsentiert hatte, ließ den ein oder anderen Zuschauer frotzeln, dass selbst ein Einsatz in der Bezirksliga noch zu hoch gegriffen wäre.

Kein Wunder, dass Kaya der Kragen platzte...

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