Die SSVg Heiligenhaus hat mit einem 3:0-Erfolg beim SSV Sudberg den Aufstieg in die Landesliga perfekt gemacht. Die Abschlussfahrt geht natürlich nach Mallorca.

SSVg Heiligenhaus

Aufstieg perfekt - Malle wartet

Nils Jewko
18. Mai 2015, 14:49 Uhr

Die SSVg Heiligenhaus hat mit einem 3:0-Erfolg beim SSV Sudberg den Aufstieg in die Landesliga perfekt gemacht. Die Abschlussfahrt geht natürlich nach Mallorca.

Die Aufstiegsshirts mit den Namen aller Spieler und Verantwortlichen wurden übergestreift, das Bier ausgepackt und Gesänge angestimmt - der Jubel bei der SSVg Heiligenhaus kannte nach dem Sieg beim SSV Sudberg keine Grenzen mehr. Nach drei Jahren in der Bezirksliga machte die Mannschaft von Trainer Dietmar Grabotin drei Spieltage vor Schluss den Aufstieg in die Landesliga perfekt und ließ ordentlich die Korken knallen. "Die Jungs haben es richtig krachen lassen. Nach dem Schlusspfiff wurde jeder geduscht, der in der Nähe war. Aber wer so eine souveräne Saison spielt, hat sich das auch verdient", gab der SSVg-Linienchef kleine Einblicke in die Feierlichkeiten, die im 17. Bundesland der Deutschen ihren Höhepunkt finden sollen: "Es wird natürlich eine Abschlusstour nach Mallorca geben."

Bevor auf der spanischen Insel aber die große Fete steigt, gab es nach dem Erfolg in Wuppertal an der Talburgstraße einen kleinen Vorgeschmack - denn bei der Ankunft am eigenen Platz standen die Jugendteams der Mannschaft um Kapitän [person=19169]Henning Kawohl[/person] Spalier. "Das hat viel Spaß gemacht und einen schönen Tag abgerundet. Allerdings war alles eher spontan, so dass es beim Heimspiel am Pfingstmontag noch eine zusätzliche Aufstiegsfeier geben wird", erklärt Grabotin.

An strahlende Gesichter und gute Stimmung war bei der SSVg vor zwei Monaten jedoch noch nicht zu denken. Nach vereinsschädigenden Aussagen und einem schwachen Rückrundenstart wurde Mesut Güngor von seiner Aufgabe als Trainer entbunden und nur eine Woche später mit Grabotin ein prominenter Nachfolger als neuer Chefcoach präsentiert. "Dadurch gab es Unruhe im Verein. Dennoch hat mein Vorgänger mit einer überragenden Hinrunde den Grundstein für den Aufstieg gelegt und ich hab es dann nach Hause schaukeln dürfen", sagt der Ex-Profi, der 36 Bundesligaspiele für Fortuna Düsseldorf absolvierte.

Grabotin: Meisterschaft ist immer etwas gigantisches

Mit der SSVg gelang dem Linienchef zwar nur der Aufstieg in die Landesliga, aber Unterschiede zu seinen Erfolgen als Profi sieht Grabotin nicht. "Eine Meisterschaft, egal ob in der Kreisliga, Bezirksliga, Oberliga oder Bundesliga, ist immer etwas gigantisches. Man freut sich, hat Spaß und mit Bier oder Sekt wird genauso rumgespritzt wie in höheren Ligen", sagt der 56-Jährige.

Ob er seinen Vertrag verlängern und nächstes Jahr weiterhin an der Seitenlinie der SSVg stehen wird, ließ Grabotin aber noch offen. Mit dem Vorstand um Bernd Wagner und Heinz Dedenbach sowie dem Sportlichen Leiter Fabio Falco scheint der Fußball-Lehrer aber einen Verein mit den passenden Rahmenbedingungen gefunden zu haben. "Das Team rund um die Mannschaft passt und das war auch ein Grund, warum ich mich für Heiligenhaus entschieden habe. Wir werden uns jetzt aber zusammensetzen und weiterschauen. Schließlich bin ich beruflich auch viel beschäftigt und muss alles unter einen Hut bekommen", erklärt Grabotin. Vorher wird er am Pfingstmontag wohl noch eine weitere Dusche von seiner Mannschaft verpasst bekommen.

Autor: Nils Jewko

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