Kevin Scherer brennt. Nach einem halben Jahr an der Seitenlinie fiebert der 22-jährige Stürmer der SSV Buer dem Verbandsliga-Start am 12. August förmlich entgegen. „Das war für mich die Höchststrafe“, gibt Scherer zu.
In der Winterpause war er vom SV Sodingen zu den Gelsenkirchenern gewechselt, doch aufgrund eines Formfehlers durfte der frühere Oberhausener nicht kicken. Da bei der SSV keine Gehälter gezahlt werden, verzichtete man auf den Abschluss eines Amateurspielervertrages.

SSV Buer: Kevin Scherers Spätstart

Warten auf Yücel

hb
06. Juli 2007, 11:41 Uhr

Kevin Scherer brennt. Nach einem halben Jahr an der Seitenlinie fiebert der 22-jährige Stürmer der SSV Buer dem Verbandsliga-Start am 12. August förmlich entgegen. „Das war für mich die Höchststrafe“, gibt Scherer zu.
In der Winterpause war er vom SV Sodingen zu den Gelsenkirchenern gewechselt, doch aufgrund eines Formfehlers durfte der frühere Oberhausener nicht kicken. Da bei der SSV keine Gehälter gezahlt werden, verzichtete man auf den Abschluss eines Amateurspielervertrages.

Das wäre aber nötig gewesen, da sein vormaliger Verein RWO noch eine Ablöseforderung an Sodingen offen hatte, die man in Buer nicht übernehmen wollte und konnte. Also durfte Scherer unter der Woche fleißig mit seinen Teamkollegen trainieren, aber am Sonntag, wenn es um Punkte ging, stand er in Zivil an der Seitenlinie. „Ich war ja schon froh, dass mich die SSV aufgenommen hatte, nachdem ich zuvor wegen eines Kreuzbandrisses über ein halbes Jahr ausgefallen war. Dass ich dann, außer in einem Pokalmatch gegen Kirchhellen, nicht spielen durfte, war aber ganz schön hart“, gibt Real Madrid-Fan Scherer zu.

Seit Sonntag bereitet sich der Industriemechaniker-Azubi der Deutschen Steinkohle unter Trainer Holger Siska auf den Ernstfall vor. Und nicht nur durch den Weggang von Tim Woberschal zum SV Schermbeck hat Scherer einen Stammplatz im SSV-Sturm so gut wie sicher. Denn inwieweit Selim Yücel wirklich einzuplanen ist, muss man erst einmal abwarten. Der Türke erschien am Sonntag nicht zum Trainingsauftakt, woraufhin Siska ihn telefonisch zur Rede stellte. „Selim sagte mir, dass er momentan viel arbeiten muss und ihm auch noch eine private Angelegenheit dazwischen kam“, runzelt Siska die Stirn. Nun erwartet er den von Germania Gladbeck zurückgeholten Yücel nächste Woche an der Löchterheide.

Autor: hb

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