Er ist einer der neuen Hoffnungsträger bei der Fortuna. Und das, obwohl er neun Monate nicht mehr richtig gegen den Ball getreten hat. Dennoch hat Torjäger Bekim Kastrati klare Vorstellungen von der nächsten Saison bei den Landeshauptstädtern.

Düsseldorf: Hoffnungsträger Kastrati stellt klar

"Jeder muss noch mehr wollen"

kru
06. Juli 2007, 10:27 Uhr

Er ist einer der neuen Hoffnungsträger bei der Fortuna. Und das, obwohl er neun Monate nicht mehr richtig gegen den Ball getreten hat. Dennoch hat Torjäger Bekim Kastrati klare Vorstellungen von der nächsten Saison bei den Landeshauptstädtern. "Ich will endlich wieder Spaß am Fußball haben", formuliert der albanische Nationalspieler (ein Einsatz). "Und natürlich zu 100 Prozent dabei sein."

Aber auch die Ziele der Mannschaft will Kastrati dabei natürlich nicht außer Acht lassen: "Wir müssen erst mal den Blick auf die eingleisige dritte Bundesliga richten. Aber wenn wir ehrlich sind, muss jeder einzelne von uns noch mehr wollen." Schon am ersten Spieltag, wenn man bei Union Berlin antreten muss. Der Goalgetter: "Wir werden auf jeden Fall topfit in die Saison gehen. Es ist so wichtig, einen guten Start zu landen." Dabei war genau das in den letzten Jahren das große Problem der Düsseldorfer, der Auftakt ging stets in die Hose.

Dieses Missgeschick soll in dieser Spielzeit vermieden werden, dafür schuftet man schon seit Montag im Trainingslager in Bitburg. Dabei steht für den "zusammengewürfelten Haufen" auch das Kennenlernen auf dem Programm. "Ich habe bisher einen sehr positiven Eindruck von den Jungs, was man so nach einer Woche sagen kann. Man merkt, dass alle unbedingt wollen", schildert Kastrati, der wie seine Kollegen in diesen Tagen mit viel Regen zu kämpfen hat. "Besser so, als wären es 35 Grad und die Sonne würde brennen. Das wäre bei den ganzen Laufeinheiten für uns auch nicht gut."

Eine kurze Rückblende: Am sechsten Spieltag der abgelaufenen Zweitliga-Saison waren in der Partie zwischen Rot-Weiss Essen und Kastratis altem Club Eintracht Braunschweig erst wenige Minuten absolviert, als sich der Angreifer einen Kreuzbandriss zuzog. Das war der Beginn einer ganz bitteren Saison. "Erst verletze ich mich so früh und dann steigen wir sang- und klanglos ab", schüttelt Kastrati den Kopf. "Deshalb war für mich ziemlich schnell klar, dass ich aus Braunschweig weg wollte."

Und die Entscheidung fiel dann zügig für die Fortuna. Seine Beweggründe: "Wolf Werner hat sich bei mir früh gemeldet. Ich habe von Anfang an gespürt, dass eine Menge Vertrauen da ist. Vor allem, als ich mich am anderen Knie verletzt habe, wollte mich Düsseldorf trotzdem. Werner meinte, egal wie lange du brauchst, um wieder fit zu werden, wir wollen dich unbedingt haben, kennen deine Qualitäten." Bleibt aus Fortuna-Sicht zu hoffen, dass er diese auf dem Rasen schnell unter Beweis stellt.

Autor: kru

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