In die letzte Saison startete der TUS Xanten als Favorit für den Aufstieg in die Landesliga. Doch es lief nicht rund im Verein und so landete man nach einer turbulenten Spielzeit, die auch Trainer Paul Dickerboom kurz nach der Winterpause den Job kostete, auf einem für die Ansprüche sehr enttäuschenden elften Rang. Ein Jahr später geht der Club aus der Römerstadt nun mit anderen Ansprüchen in die Spielzeit.

Bezirksliga 7 Niederrhein: TUS Xanten plant langfristig

"Kein Trainig wie das andere"

Heiko Gaeb
05. Juli 2007, 18:34 Uhr

In die letzte Saison startete der TUS Xanten als Favorit für den Aufstieg in die Landesliga. Doch es lief nicht rund im Verein und so landete man nach einer turbulenten Spielzeit, die auch Trainer Paul Dickerboom kurz nach der Winterpause den Job kostete, auf einem für die Ansprüche sehr enttäuschenden elften Rang. Ein Jahr später geht der Club aus der Römerstadt nun mit anderen Ansprüchen in die Spielzeit.

Das Amt des Coaches übernimmt mit Torben Sowinski ein Mann, der über eine A-Lizenz verfügt, aber noch keinerlei Erfahrung vorzuweisen hat. Bei einem Alter von gerade einmal 28 Jahren ist das aber auch keine Seltenheit.

"Ehrlich gesagt war die Anspannung am Anfang natürlich enorm. Doch jetzt überwiegt die Vorfreude auf kommende Taten", gesteht der motivierte Neu-Coach. Gemeinsam mit Frank Bousardt, ebenfalls ein Neuling, leitet Sowinski jetzt sämtliche Geschicke im Training. Aktuell läuft die Saison-Vorbereitung. Der Aufbau gestaltet sich sehr professionell: "Wir prüfen anhand des BMI, des Pulsschlags bei Belastung und anderen zu bestimmenden Größen im Rahmen unserer Möglichkeiten, die Messung der Laktatwerte ist uns leider nicht möglich, den Fitness-Zustand jeden Spielers rauszubekommen", erklärt der frisch gebackene Mathelehrer.
[imgbox-left]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/002/549-2582_preview.jpeg Freut sich auf die Trainertätigkeit: Torben Sowinski[/imgbox]

Während die Abwechslung den Kickern Freude bereitet, bringt sie
das Trainergespann schon ab und an auch ordentlich ins Schwitzen, denn: "Frank hat angekündigt, dass keine Einheit wie die andere sein wird. Daran müssen wir uns jetzt halten", sagt der Köln-Fan und Bayern München-Sympathisant augenzwinkernd. Doch nicht nur der Spaß beim Training ist Sowinski wichtig, auch der Erfolg spielt eine gewichtige Rolle: "Wir gehören sicher nicht zur Spitzengruppe. Unser Ziel ist es so schnell wie möglich 30 Punkte zu holen, aber es dürfen ruhig auch mehr werden", definiert Sowinski die zu dieser Spielzeit bescheidenen Ziele. Die Prioritäten für dieses Jahr sind anders angelegt. So träumt der Kapitän der letzten Saison davon eine Vierer-Abwehrkette aufzubauen. "Wir werden es auf jeden Fall versuchen", kündigt er dazu an. Die ganze Sache ist langfristig angelegt. Der Altersdurchschnitt beträgt 23, 9 Jahre. Auch ist wieder Aktivität im lange vernachlässigten Juniorenbereich geplant. So hat die Bildung einer B- und A- Jugendmannschaft eine hohe Priorität. Auf der Favoritenliste stehen bei dem neuen Xantener Coach drei Teams: VfR Warbeyen, BW Dingden und auch Aufsteiger SV Grieth, der bis jetzt den Durchmarsch von der Kreisliga B in die Bezirksliga schaffte.

Zugänge: Sven Böllerschen, Björn Remy (beide DJK Wardt), Lars Crämer, Markus Hoenselaar, Tobias Klatt (alle SV Vynen-Marienbaum), Mario Franzen (DJK Labeck-Uedemer Bruch), Marcel Hartmann (SV Uedem), Dennis Tenge (Concordia Ossenberg), Mathias Treffler (SV Sonsbeck)

Abgänge: Deniz Günes (SuS Rayen), Philipp Hammerschmidt (BSV Bönninghardt), Sebastian Herbst (SV Sonsbeck), Christoph Legelland (SV Rheingold-Emmerich), Stephan Paeßens (SV Hönnepel Niedermörmter II)

Autor: Heiko Gaeb

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