MSV-Frauen

Kein Sieg im Abstiegsendspiel

19. April 2015, 15:25 Uhr
Foto: Tillmann

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War es das jetzt mit dem Klassenerhalt? Die MSV-Frauen haben den Big Point gegen die direkte Konkurrenz verpasst und stehen weiter auf einem Abstiegsrang. Einzig das Restprogramm lässt hoffen.

„Wir wollten mehr und es war auch mehr drin. Jeder von uns wollte den Heimsieg, deshalb ist das Ergebnis schon frustrierend“, sagte MSV-Trainerin Inka Grings nach der Partie. In ihren Worten klang auch die Unzufriedenheit über ein Ergebnis mit, dass ihr Trainerkollege Sven Kahlert sehr passend mit den Worten „weder Fisch noch Fleisch“ charakterisierte. Tatsächlich war das Remis zwar leistungsgerecht, hilft aber niemandem so recht weiter.
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Dabei war der MSV gut eingestellt und brachte sich nach der Pause durch einen Treffer von [person=5312]Stefanie Weichelt[/person] zumindest kurzzeitig auf die Siegerstraße. Sie nutze einen Fehler im Stellungsspiel der SCS-Keeperin [person=26790]Korenciova[/person] und schob anschließend locker zur Führung ein. Der Jubel im gut gefüllten Homberger Stadion währte aber nur kurz. Fünf Minuten später überlupfte [person=26824]Christine Veth[/person] die MSV-Torfrau [person=5299]Meike Kämper[/person] und traf zum Ausgleich. „Wir wollten heute mehr, haben uns aber eine Unaufmerksamkeit geleistet, die direkt bestraft wurde. Wir haben aber natürlich auch ein Tor geschenkt bekommen“, wertete MSV-Trainerin Grings beide Treffer deutlich.

Dennoch fand sie auch lobende Worte für ihr Team: „Ich muss meiner Mannschaft ein großes Kompliment machen. Sie hat mit Leidenschaft gekämpft.“ Und ergänzte: „Die Mädels sind nachher erschöpft umgefallen, der Druck war natürlich immens. Darüber brauchen wir gar nicht drüber reden, das hat man gesehen. Beide Mannschaften waren sehr nervös und unruhig.“ Tatsächlich sah man nach Spielende in zahlreichen Gesichtern, dass der Druck dieses Spiel gewinnen zu müssen allgegenwärtig war. Eine Situation, die aber auch in den kommenden beiden Spielen nicht anders werden dürfte und das Vorhaben Nichtabstieg auch nicht erleichtert. Vielleicht wies Grings auch deshalb noch mal darauf hin, dass man jetzt schnell die Köpfe wieder hochbekommen sollte und man in der kommenden Woche "offensiv" denken müsse.

Trotz aller Ernüchterung nach dem Abstiegsendspiel bleibt den Zebra-Frauen noch ein kleiner Funke Hoffnung: Das Restprogramm spricht für den MSV. Am kommenden Wochenende geht es zum USV Jena, am letzten Spieltag gastiert der Herforder SV Borussia Friedenstal in Duisburg. Zumindest gegen den Tabellenletzten aus Ostwestfalen, der zuletzt eine 10:0-Klatsche in Wolfsburg kassierte, darf sich die Grings-Elf berechtigte Hoffnung auf drei Punkte machen. Dennoch haben alle Rechenspiele einen gravierenden Haken: Der MSV ist auf Schützenhilfe der Klubs aus Potsdam und Leverkusen angewiesen. Das weiß auch Grings und gibt sich dennoch kämpferisch: „Solange wir können, werden wir kämpfen und dann werden wir schauen, was dabei rauskommt. Alles andere steht in den Sternen.“

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