Eine treffende Bezeichnung für das letzte Jahr zu finden, fällt Alexander Meyer nicht schwer.

Rückkehrer Alex Meyer betritt bekanntes Zebra-Terrain

"Mehr Risiko als vor zwei Jahren"

tt
03. Juli 2007, 09:37 Uhr

Eine treffende Bezeichnung für das letzte Jahr zu finden, fällt Alexander Meyer nicht schwer. "Die vergangene Saison war komplett verschenkt." Nur fünf Spiele absolvierte der Linksfuß in der Reserve von Bayer 04 Leverkusen, nachdem der Start im vergangenen Sommer eigentlich vielversprechend verlaufen war.

"Es ging im Training gut los, ich habe positive Resonanz von der Sportlichen Leitung bekommen, doch dann kamen die Probleme mit dem Fuß. Damit war alles vorbei", blickt der 23-Jährige zurück. Ende August wurde er operiert, dann folgte die Reha. Im Dezember erfolgte ein erneuter Eingriff. "Danach entstand ein Infekt, der Schnitt zwischen Außenknöchel und Achillessehne musste ausgespült werden. Im Januar folgte erneut eine Reha, Mitte März war ich bei etwa 80 Prozent angelangt", resümiert der gebürtige Jülicher, der in seiner Heimatstadt eine neue Wohnung bezogen hat.

Meyer: "Im Uefa-Cup gegen Osasuna saß ich auf der Bank, in der Bundesliga zählte ich gegen Bayern und Bielefeld zum Kader. Die Chancen, reinzukommen, standen aber nicht günstig." Umso besser sah das Wechsel-Blatt für den ehemaligen Junioren-Nationalspieler aus. "Ich habe ein Gespräch mit Sport-Direktor Rudi Völler und Trainer Michael Skibbe geführt, sie sind ganz ehrlich mit mir umgegangen, sagten mir, dass Neuzugang Vidal auf der linken Seite spielen wird. Der MSV wollte mich unbedingt haben, hat sich sehr bemüht. Es gab zwar ein, zwei andere Sachen, aber die waren eben nicht so konkret, wie die Verhandlungen mit Duisburg."

Meyer ist überzeugt: "Als ich zum ersten Mal bei den Zebras war, ist der MSV das Beste gewesen, was mir überhaupt passieren konnte. Ich bin mit der Truppe aufgestiegen, habe dann in der Bundesliga zum Stamm gezählt. Für einen jungen Spieler der optimale Weg. Dass ich dann zurück zu Bayer musste, lag nicht in meiner Hand. Doch das ist jetzt anders."

Der Rückkehrer froh: "Ich habe einen Dreijahres-Vertrag, der für die erste und zweite Liga gilt. Es gibt kein Ausleih-Geschäft, der MSV hat für mich Ablöse bezahlt, ich bin nicht von anderen abhänig. Ich hoffe, dass wir in der Bundeslia eine gute Rolle spielen."

Und was hält "AM" von der Personal-Politik? "Mich hat schon überrascht, dass der MSV einen Spieler wie Christian Tiffert holen konnte. Neun neue Leute sind richtig viel, man ist mehr Risiko gegangen als vor zwei Jahren. Jetzt müssen wir sehen, dass alle schnell integriert werden."

Autor: tt

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