Zwei freie Tage für Nicolas Kiefer: Wegen des dauerhaft schlechten Wetters konnte der 29 Jahre alte deutsche Tennisprofi am Samstag bei den 121. All England Championships in Wimbledon nicht zu seinem Drittrunden-Match gegen den an Nummer vier gesetzten Serben Novak Djokovic antreten. Da der Sonntag im Mekka des Tennis traditionell spielfrei ist, wird die Begegnung wie viele andere wohl am Montag nachgeholt.

Wimbledon: Sicherheitsmaßnahmen wurden verstärkt

Zwei freie Tage für Nicolas Kiefer

30. Juni 2007, 19:52 Uhr

Zwei freie Tage für Nicolas Kiefer: Wegen des dauerhaft schlechten Wetters konnte der 29 Jahre alte deutsche Tennisprofi am Samstag bei den 121. All England Championships in Wimbledon nicht zu seinem Drittrunden-Match gegen den an Nummer vier gesetzten Serben Novak Djokovic antreten. Da der Sonntag im Mekka des Tennis traditionell spielfrei ist, wird die Begegnung wie viele andere wohl am Montag nachgeholt.

Ein Blick aus dem Hotelzimmer in Chelsea am Morgen genügte: Grau hingen die Wolken über London, der Regen fiel mal mehr, mal weniger stark. Um 14.45 Uhr, mit fast dreistündiger Verspätung, begannen zwar die ersten Spiele, aber der Hannoveraner Kiefer war erst im dritten Match auf Platz eins gegen Djokovic angesetzt. Und um 16.15 Uhr Ortszeit wurde das Programm wegen einsetzendem Regen schon wieder unterbrochen.

Etwas mehr als zwei Stunden später verließ Kiefer dann die Anlage und stieg in ein Taxi. Mit den ersten Regentropfen konnte die Russin Maria Scharapowa immerhin ihr Match gegen die Japanerin Ai Sugiyama beenden und zog mit einem 6:3, 6:3 ins Achtelfinale ein. Zuvor hatte dies in der regenfreien Zeit auch Titelverteidigerin Amelie Mauresmo aus Frankreich mit einem 6:1, 6:2 gegen die Italienerin Mara Santangelo geschafft. Bereits um 15.00 Uhr hatte der Oberschiedsrichter wegen der Wetterbedingungen insgesamt 27 ursprünglich angesetzte Matches (einschließlich Juniorenkonkurrenz) abgesagt.

Dass erstmals seit 2004 wieder der `Middle Sunday´ geopfert würde, schloss Klubsekretär Ian Richie bereits am Samstagmorgen aus: `Trotz all der Verzögerungen sind wir ausreichend im Plan. Unabhängig davon, wie viele Spiele wir am Samstag durchführen können, wird deshalb auf keinen Fall am Sonntag gespielt.´ Zumal die Aussichten für die kommenden Tage keineswegs besser sind. Immer wieder wird es zu Regenschauern kommen. Es ist deshalb keinesfalls ausgeschlossen, dass Tommy Haas sein für Montag angesetztes Achtelfinale gegen Roger Federer erst am Dienstag spielt.

Während die Verantwortlichen des All England Clubs fieberhaft ihre Krisenpläne durchdachten, ist die längere Pause für Kiefer im wahrsten Sinn des Wortes ein Geschenk des Himmels Schon nach seinem Erstrundenspiel am Dienstag hatte der 29-Jährige über Muskelkater geklagt: `Da konnte ich mich kaum bewegen´. Nach der Partie am Donnerstag gegen Fabrice Santoro fühlte er sich zwar besser, dennoch werden die ersten Matchbelastungen nach seiner über einjährigen Pause ihre Spuren im fast 30 Jahre alten Körper hinterlassen.

`Ich habe in der Zeit zwar sehr viel für die Fitness getan, aber Matches mit der ganzen Anspannung ist doch noch etwas anderes.´ Die Zuschauer, die am Samstag trotz der trüben Aussichten auf die Anlage an der Church Road kamen, sahen sich verstärkten Sicherheitsmaßnahmen ausgesetzt. Nach dem Auffinden von zwei mit Sprengstoff vollgepackten Autos am Freitag in der Innenstadt von London, ist auch rund um den All England Club die Besorgnis gestiegen, möglicherweise Ziel einer Terrorattacke zu werden. Kraftfahrzeuge, die zum Anliefern auf die Anlage fuhren, wurden mit Spiegeln unter dem Boden kontrolliert, die Personen- und Taschenkontrollen wurden verstärkt. Polizisten patrouillierten auch auf der Anlage.

Roger Draper, der Generalsekretär des britischen Tennisverbandes, bestätigte die erhöhten Sicherheitsmaßnahmen: `Wir sind ein Ereignis mit weltweiter Ausstrahlung und die Championships nehmen Sicherheit sehr ernst´, erklärte er, `in diesem Jahr wurden die Maßnahmen noch einmal verstärkt.´ Bereits seit 2002 in Folge der Attacken vom 11. September sichert ein privates Unternehmen mit einer allgegenwärtigen `Armee´ von Sicherheitsleuten die Anlage, Taschenkontrollen sind ebenso obligatorisch, wie die abendliche Durchsuchung der gesamten Anlage nach verdächtigen Gegenständen.

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