SuS Volmarstein

Umbruch zugunsten der Jugend

Tino Berges
12. März 2015, 13:07 Uhr

Nach dem großen Umbruch vor der Saison beginnt für den Sus Volmarstein am Sonntag die Rückrunde in der Kreisliga Hagen. Zum Auftakt steht gleich das Derby gegen den TuS Esborn an.

Für den Tabellenzwölften der Kreisliga A2 Hagen steht damit gleich zum Rückrundenauftakt viel auf dem Spiel, vor allem weil in der Hinrunde nicht immer alles positiv verlaufen ist.
Rückblick: Ralf Gütschow übernahm zu Beginn der Vorbereitung den Trainerposten beim SuS Volmarstein von Christian Schwalm und leitete damit einen Neuaufbau ein. Gütschow - vorheriger A-Jugendtrainer und seit insgesamt zwölf Jahren im Jugendbereich tätig - legte den Fokus besonders auf die Entwicklung von jungen Spielern, die er zu großen Teilen aus der A-Jugend in den Seniorenbereich hochzog. „Das war natürlich vor der Saison ein riesiger Schritt, ich habe sehr viele Spieler aus der A-Jugend zur 1. Mannschaft mitgenommen, Spieler die ich selbst seit Jahren kenne und betreut habe. Damit wurde das Durchschnittsalter enorm runtergebrochen", beschreibt Gütschow die Situation zu Saisonbeginn.

Junge, talentierte Spieler in der eigenen Jugend auszubilden, oder von außerhalb zu holen, bleibt auch weiterhin das Hauptziel der Volmarsteiner. „Das ist die Linie, die wir weiter verfolgen werden und mit der wir spielerisch in dieser Saison größtenteils überzeugen konnte, auch wenn die Ergebnisse das nicht immer widerspiegelten", gibt der Trainer zu.

„Die anderen waren einfach abgezockter als wir"

Dementsprechend schwammig wurden die Ziele vor der Saison formuliert: "Selbstverständlich haben wir keine Wunderdinge erwartet. Wir wollten erstmal schauen, was mit der Truppe im ersten Halbjahr machbar ist," so Gütschow. Der Saisonstart verlief dann - entgegen der Erwartungen - sehr positiv, aus den ersten fünf Spielen wurden sieben Punkte geholt und die erste Niederlage gab es erst am sechsten Spieltag. Doch gerade gegen Ende der Hinrunde stimmten die Ergebnisse dann nicht mehr. „Schlussendlich war das keine berauschende Punkteausbeute, wir haben viele Spiele überlegen gestaltet, am Ende aber knapp verloren. Insofern steht der Tabellenplatz leider in keinem Verhältnis zu unserer Leistung in den Spielen. Die anderen waren einfach abgezockter als wir. Das ist bei einer so jungen Mannschaft aber keine Überraschung und das muss man ihr auch zugestehen," nimmt der Trainer seine Jungs in Schutz. Insbesondere die Cleverness muss zur Rückrunde aber auf jeden Fall vorhanden sein.

„Die Mannschaft muss top vorbereitet sein"

Für den SuS ist die Winterpause nach drei Monaten nun endlich vorbei und der Spielbetrieb kann wieder aufgenommen werden. „Die Vorbereitung verlief nahezu optimal, da können wir uns wirklich glücklich schätzen. Alle Spieler sind fit, auch wenn zwischendurch der eine oder andere mit der Grippewelle zu kämpfen hatte. Auch unser langzeitverletzter Kevin Wilmar ist wieder ins Training eingestiegen und gibt uns damit eine weitere Option für die Rückrunde. Somit steht dem Derby gegen Esborn nichts mehr im Weg", freut sich der Trainer. Auch personelle Veränderungen gibt es wenige. "Einziger Abgang ist Felix Schwalm, dafür haben wir uns mit Jan Niklas Krämer von Fichte Hagen verstärkt, der ebenfalls erst 19 Jahre alt ist."

Die ersten drei Spiele bestreitet Volmarstein gegen direkte Konkurrenten im Abstiegskampf. Am Sonntag ist Esborn (Elfter der Liga) zum Derby zu Gast, in der Woche darauf steht das Auswärtsspiel bei der TSG Sprockhövel II (15.), bevor dann am 19. Spieltag der FC Silschede (14.) zu Hause empfangen wird. "Das sind für uns ganz richtungsweisende Spiele für uns, die entscheiden, wo es schlussendlich lang geht. Die Mannschaft muss top vorbereitet sein. Das ist in erster Linie natürlich die Aufgabe von meinem Trainerteam. Wir haben zwar ein kleines Polster auf die Abstiegsplätze, aber darauf dürfen wir uns nicht ausruhen, so viel Vorsprung ist es dann doch nicht und für die Mannschaft wäre es einfach schade, wenn wir noch in den Abstiegskampf geraten und unsere damit eigentlich - bis hierhin - gute Saison zu einem schlechten Ende führen. Deshalb wollen wir uns da auf jeden Fall raushalten", merkt Gütschow an.

Autor: Tino Berges

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