Wer den FSV Duisburg bis jetzt nicht auf den Spielplänen des Kreises finden konnte, wird den Klub ab der kommenden Spielzeit gleich in vier Spielklassen finden. Dafür wird man den KSV Ataspor und den TDF Tunaspor von nun an vergeblich suchen. Aus der Fusion beider Klubs ging unlängst der Fußball- und Sportverein Duisburg hervor.

Kreis DU/MH/ DIN: FSV Duisburg startet durch

"Badehose nicht anziehen, bevor nicht das Meer in Sicht ist"

Moritz Rieckhoff
28. Juni 2007, 13:31 Uhr

Wer den FSV Duisburg bis jetzt nicht auf den Spielplänen des Kreises finden konnte, wird den Klub ab der kommenden Spielzeit gleich in vier Spielklassen finden. Dafür wird man den KSV Ataspor und den TDF Tunaspor von nun an vergeblich suchen. Aus der Fusion beider Klubs ging unlängst der Fußball- und Sportverein Duisburg hervor.

Seitdem fiebern im Duisburger Stadtteil Hamborn Fans, Spieler und Verantwortliche des FSV dem Bezirksligaauftakt entgegen. So bat FSV-Coach Hasan Yildirim seine neu zusammengestellte Mannschaft bereits jetzt zu einem ersten lockeren Aufgalopp. Der 48-Jährige, der zuvor beim KSV Ataspor in der Bezirksliga an der Linie stand, ist nach den ersten Trainingseindrücken zufrieden und sieht der Zusammenarbeit mit dem ehemaligen Konkurrenten positiv entgegen: "Ich freue mich unheimlich auf die neue Aufgabe. Im Grunde genommen haben wir ja jetzt einen Gegner weniger und viele gute neue Spieler dazu gewonnen."

Dementsprechend optimistisch formuliert der passionierte Bayern-Fan dann auch die Zielsetzung für die neue Saison: "Natürlich wollen wir oben mitspielen. Dennoch ist es für mich das wichtigste, dass wir bevor wir über Platzierungen reden, erst einmal eine eingespielte Truppe auf dem Platz haben. Die Jungs sollen Spaß am spielen haben. Alles andere kommt dann von alleine." Alles andere, das wäre, geht es nach dem euphorisierten Umfeld an der Warbruckstraße, die Meisterschaft und somit der direkte Durchmarsch. Doch die Klub-Führung, allen voran Linienchef Aydin, möchte davon nichts wissen: "Die Leute im Umfeld erwarten viel. Das ist auch ihr gutes Recht. Dennoch soll man die Badehose nicht anziehen, bevor nicht das Meer in Sicht ist."

Ähnlich sieht das auch Mustafa Zeycan. Der 32-Jährige, der einst das Amt des ersten Vorsitzenden beim TDF Tunaspor bekleidete und nun auch im neuen Klub in der Vorstandsetage zu Hause sein wird, betont: "Auch wenn unser Bezirksliga-Team im Kern zusammenbleiben wird, werden sich durch die Fusion natürlich Änderungen ergeben. Wichtig ist, dass sich die Truppe findet." Neben dem gestiegenen Spielerpotenzial hat die Fusion weitere Vorteile. Zeycan erklärt: "Im Nachwuchsbereich werden wir uns noch einmal verbessern. Zu der hervorragenden Jugendarbeit des KSV kommt jetzt auch noch eine Vielzahl junger Talente, die wir beim TDF Tunaspor wegen infrastruktureller Probleme bis jetzt nicht standesgemäß ausbilden konnten."

Gut möglich also, dass Süleyman Küzük, erster Vorsitzender des Fusions-Vereins, Yasin Feyizoglu, der ehemals den Trainerposten beim TDF bekleidete und nun Abteilungsleiter ist und die anderen "Macher" des Projekts am Ende der Saison auf eine erfolgreiche Spielzeit zurückschauen können."

Autor: Moritz Rieckhoff

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