Wuppertals Sportlicher Leiter Achim Weber wirbelt in Sachen Personal-Planungen genau wie in den vergangenen Wochen, einen Unterschied gibt es dennoch: Die kommenden Gespräche kann er wesentlich entspannter führen.

WSV BORUSSIA: Innenverteidiger scheint gefunden

Schumann als "Chef im Ring"

25. Juni 2007, 16:14 Uhr

Wuppertals Sportlicher Leiter Achim Weber wirbelt in Sachen Personal-Planungen genau wie in den vergangenen Wochen, einen Unterschied gibt es dennoch: Die kommenden Gespräche kann er wesentlich entspannter führen. "Das ist das Ergebnis vieler Monate harter Arbeit", betont der Funktionär, der zu Wochenbeginn die Regionalliga-Neuzugänge Nummer vier bis sieben vorstellte. Nun sind nur noch zwei Planstellen offen: Ein Innenverteidiger und ein Stürmer, dann steht der Kader.

"Ich bin erleichtert, dass wir schon eine gewisse Qualität bekommen haben, aber die letzten beiden sollen noch einmal echte Verstärkungen sein", umschreibt Weber.

Der Mann für die Abwehr scheint bereits gefunden: Es dürfte Daniel Schumann werden, dessen Vertrag bei Kickers Offenbach zum 30. Juni ausläuft. Der 30-Jährige kann 83 Bundesliga- und 72 Zweitliga-Spiele für den SC Freiburg und den OFC vorweisen. "Ich kommentiere keine Namen", sagt Weber. Sein unmissverständlicher Zusatz: "Wir wollen einen echten Chef im Ring haben. Es ist schon möglich, dass es Daniel Schumann wird." Von Fortuna Düsseldorf erhielt der Innenverteidiger eine Absage, der Weg für den WSV ist somit frei.[imgbox-left]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/001/248-1265_preview.jpeg Achim Weber.[/imgbox]

So weit sind die Bergischen bei Tobias Damm zwar noch nicht. Dennoch sind die Chancen auf eine Weiterverpflichtung der Mainzer Leihgabe leicht gestiegen, nachdem man zwischenzeitlich schon alle Hoffnungen aufgegeben hatte. Zwar nahm Damm am gestrigen Trainings-Auftakt der Rheinhessen teil, allerdings will Mainz in Kürze einen sechsten Stürmer präsentieren. FSV-Manager Christian Heidel betont: "Wir werden uns anschauen, wie er sich weiterentwickelt. Aber zunächst planen wir weiter mit Tobias."

Das hört man in Wuppertal zwar nicht gerne, Verständnis hat man dennoch. "Tobias ist einer, der sich von der Qualität her in der Zweiten Liga durchsetzen kann. Aber wenn wir nur eine Transfer-Chance von einem Prozent sehen, steht bei uns die Tür immer offen", bemerkt Weber. Dementsprechend stehen die beiden in ständigem Kontakt, am Donnerstag fand das letzte Treffen statt. Dennoch gibt sich der Sportliche Leiter keinen falschen Illusionen hin: "Das Ganze ist abhängig von Mainz, wird sich vielleicht auch erst am 31. August entscheiden. Daher wäre es fahrlässig, wenn wir uns auf Tobias versteifen würden." Zwei bis drei Kandidaten hat man in der Hinterhand, "die sind vom Kaliber Damm", wie Weber betont.

Und auch im Abgangs-Bereich könnte noch etwas geschehen. Dennis Malura möchte den Verein bekanntlich verlassen, wird heftig von Borussia Dortmund II umworben (RS berichtete exklusiv). "Dennis ist bei uns Stammspieler, besitzt einen gültigen Vertrag. Wir wollen ihm keine Steine in den Weg legen", erklärt Weber zwar, das BVB-Angebot konnte ihn allerdings nicht überzeugen. Und weiter: "Ich möchte auch gerne zu Real Madrid, aber man kann nicht alles im Leben haben."

Das gilt wohl auch für Tim Jerat, der mit der aktuellen Verlängerungs-Offerte des WSV nicht zufrieden ist. "Wir sind uns bei den Zahlen noch nicht einig geworden", erklärt Jerat, der zusätzlich Wert auf eine Ausstiegsklausel bei höherklassigen Anfragen legt. "Ich hatte gehofft, dass die Geschichte schnell über die Bühne geht", formuliert der Allrounder vor dem nächsten Gesprächstermin in der kommenden Woche. Dennoch hofft er, bald einen neuen Zweijahres-Kontrakt unterschreiben zu können: "Die Chancen stehen gut, dass ich bleibe. Ich hoffe, dass wir uns einigen." gri

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