Die SpVg Linderhausen steht aktuell auf dem sechsten Tabellenplatz in der Kreisliga A2 Hagen und damit hat vor der Saison keiner so wirklich gerechnet.

Linderhausen

"Jeder Baumarkt hat ein besseres Flutlicht"

David Simons
26. Januar 2015, 13:49 Uhr

Die SpVg Linderhausen steht aktuell auf dem sechsten Tabellenplatz in der Kreisliga A2 Hagen und damit hat vor der Saison keiner so wirklich gerechnet.

Im Sommer gehörte die Spielvereinigung zu den Abstiegskandidaten, aber dann lief es besser als erwartet und die Mannschaft von Torsten Schulze-Eyßing steht nach einer guten Hinrunde zurecht auf dem sechsten Tabellenplatz. "Wir sind mit der Hinrunde sehr zufrieden und haben in den Jahren eine enorme Entwicklung genommen", bilanziert der SpVg.-Übungsleiter.
"Wir spielen zu jeder Jahreszeit auf Asche"

Allerdings findet der Coach ein Haar in der Suppe und dieses Haar sorgt schon seit längerer Zeit für ordentlichen Gesprächsstoff. "Unsere Anlage beinhaltet nur einen Ascheplatz und das ist auch das größte Problem in unserem Verein. Wir haben Schwierigkeiten Spieler für uns zu werben, sowohl in der Jugend, aber auch im Seniorenbereich. Wenn man beachtet, dass jeder Baumarkt ein besseres Flutlicht hat und wir zu jeder Jahreszeit auf dem Platz spielen, schreckt das natürlich auch viele Spieler ab", erklärt Schulz-Eyßing.


In Linderhausen besteht keine Möglichkeit selber einen Kunstrasenplatz zu bekommen, deswegen würde man sich gerne mit den Nachbarvereinen einen Kunstrasenplatz teilen. "Auf der Jahreshauptversammlung wurde über so eine Fusion abgestimmt, jedoch gibt es noch keine konkreten Pläne. Zudem muss ich sagen, dass ich als Trainer nicht zu den Verantwortlichen für dieses Projekt gehöre", beschreibt der Trainer seinen Wissenstand über eine mögliche Fusion für eine gemeinsame Anlage.

" Ich befürchte, dass der Verein in ein paar Jahren aussterben wird"

Für den Verein wird es immer schwieriger Jugendspieler an sich zu binden und eine A-Jugend kann derzeit nicht gestemmt werden. "Ich kann die Jugendlichen ja verstehen, dass sie lieber woanders spielen als bei uns auf Asche. Auch aus diesem Grund sollte sich so schnell wie möglich was ändern, sonst befürchte ich, dass der Verein in ein paar Jahren aussterben wird. Das wäre für so einen tollen Familienverein wie unseren eine absolute Katastrophe", schildert Schulze-Eyßing.

Glücklicherweise läuft es dagegen für die Spielvereinigung auf dem Platz ganz gut: "Wir haben eine gute Kameradschaft innerhalb der Mannschaft und diese Einheit ist auch unsere größte Stärke." Dieser Gemeinschaft schließt sich [person=28151]Julien Defontaine[/person] vom Ligakonkurrenten TuS Hasslinghausen an. "Für unseren kleinen Mini-Kader von 15 oder 16 Spielern ist das natürlich optimal. Ich hoffe, dass er dazu beitragen wird, dass wir weiter so ordentlich spielen wie in der Hinrunde", freut sich Schulze-Eyßing auf den Neuzugang.

Für den Coach wäre es ein Traum, wenn man den sechsten Tabellenplatz halten würde, jedoch wäre er auch mit dem siebten oder dem achten Platz sehr zufrieden.

Autor: David Simons

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