Die Europäische Fußball-Union (UEFA) verschärft ihr Vorgehen gegen Rassismus in den Stadien. Beginnend mit dem Endspiel der U21-Europameisterschaft am Samstag, werden künftig alle Partien sofort abgebrochen, wenn Fans die Spieler mit rassistischen Gesängen beleidigen. Das teilte die UEFA am Freitag mit.

UEFA verschärft Vorgehen gegen Rassismus drastisch

"Wir haben beschlossen, unsere Aktionen zu verstärken"

dst1
22. Juni 2007, 19:21 Uhr

Die Europäische Fußball-Union (UEFA) verschärft ihr Vorgehen gegen Rassismus in den Stadien. Beginnend mit dem Endspiel der U21-Europameisterschaft am Samstag, werden künftig alle Partien sofort abgebrochen, wenn Fans die Spieler mit rassistischen Gesängen beleidigen. Das teilte die UEFA am Freitag mit.

"Wir haben beschlossen, unsere Aktionen zu verstärken und in puncto Rassismus null Toleranz walten zu lassen. Die Schiedsrichter sind informiert und die nationalen Verbände, Klubs und Spieler unterstützen diese Maßnahme", sagte William Gaillard, Berater von UEFA-Präsident Michel Platini.

Grund für den drastischen Schritt war das Verhalten serbischer Anhänger im Vorrundenspiel der U21-EM ihres Teams gegen England. Nach dem Bericht des deutschen Schiedsrichters Knut Kircher (Rottenburg) hatten die Fans Englands dunkelhäutigen Nachwuchsspieler Nedum Onuoha rassistisch beleidigt. Außerdem soll es im Spielertunnel zu einem Handgemenge zwischen Spielern beider Mannschaften gekommen sein. Serbien trifft im Endspiel auf Gastgeber Niederlande.

Autor: dst1

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