Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Ob sich diese, jedem Fußballfan bekannte Phrase, auf das  justizielle Nachspiel eines zuvor stattgefundenen Fußballmatches bezog, darf bestritten werden. Die Sportfreunde Walsum sehen sich nach dem Finale um den Aufstieg in die Kreisliga A jedenfalls benachteiligt und legten kurz nach dem Spiel gegen den HSV Hilal, Protest gegen die Wertung der mit 0:2 verloren gegangenen Partie ein.

Kreis DU/MH/ DIN: Walsum legt Protest ein

HSV Hilal-Walsum 09 hat ein Nachspiel

Moritz Rieckhoff
19. Juni 2007, 16:50 Uhr

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Ob sich diese, jedem Fußballfan bekannte Phrase, auf das justizielle Nachspiel eines zuvor stattgefundenen Fußballmatches bezog, darf bestritten werden. Die Sportfreunde Walsum sehen sich nach dem Finale um den Aufstieg in die Kreisliga A jedenfalls benachteiligt und legten kurz nach dem Spiel gegen den HSV Hilal, Protest gegen die Wertung der mit 0:2 verloren gegangenen Partie ein.

Kern des Einspruchs ist der von Schiedsrichter Ismael Girgin verhängte Penalty gegen die Römerhof-Kicker und die Umstände die zu dem umstrittenen Pfiff geführt hatten (reviersport.de berichtete). Der Klub fordert von den Verantwortlichen des Kreis 9 nun die lückenlose Aufklärung aller vermeintlichen "Ungereimtheiten" und erwägt sogar zivil-rechtliche Schritte gegen den Referee aus Duisburg einzuleiten. Der Vorwurf lautet dann auf Betrug.

09-Geschäftsführer Mark Sommer erklärt: "Es gibt mittlerweile viele Zeugen, die angeben gehört zu haben, wie der Unparteiische die Worte "fallen lassen" einige Male wiederholt hat. Sollte es notwendig sein, werden diese Personen auch vor Gericht für uns aussagen. Kommt dann heraus, dass wir tatsächlich betrogen worden sind, werden wir entsprechende Schritte gegen Herr Girgin einleiten." Der 30-Jährige weiter: "Die Ansetzung dieses Schiedsrichtergespanns war ein Witz. Herr Girgin pfeift für Hamborn 90, den Verein, den unsere Elf im Halbfinale eliminiert hat. Sein Assistent Steffen Strüwer ist mit Rheinland Hamborn bei einem Club beheimatet, den wir in dieser Saison in einem entscheidenden Relegationsspiel geschlagen haben."

Dabei kann sich Sommer auch jetzt noch eine einfache Lösung des "Aufstiegs-Problems" vorstellen: "Nachdem TDF Tunaspor und der KSV Ataspor im nächsten Jahr zusammen als FSV Duisburg in der A-Liga auf Torejagd gehen werden, ist dort ein Platz frei. Warum sollen wir diesen nicht einnehmen?" Eine schlüssige Antwort auf diese Frage gibt es bis jetzt nicht. Fest steht: Sollten die Verantwortlichen des Klubs und des Kreises nicht zu einem, für beide Seiten, befriedigenden Ergebnis kommen, droht dem Kreis nach einer Reihe von Unregelmäßigkeiten im Vorfeld des Aufstiegskampfes, nun die nächste unschöne, weil unsportliche Auseinandersetzung.

Autor: Moritz Rieckhoff

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