Der TSV Bayer Dormagen jubelt spät - Union Trainer Franke ist nach der 3:4 Pleite am Rande der Ohnmacht.

SV Union Velbert

Trainer Franke am Rande der Ohnmacht

Simon Jüntgen
17. November 2014, 13:35 Uhr

Der TSV Bayer Dormagen jubelt spät - Union Trainer Franke ist nach der 3:4 Pleite am Rande der Ohnmacht.

Es lief die 90. Spielminute am Ernst-Adolf-Sckär-Sportplatz. Vieles sah nach einer Punkteteilung aus, doch Velbert brachte sich wie so oft in dieser Saison um den Lohn der eigenen Arbeit. Die Franke-Elf verlor fahrlässig in einer 1:1-Situation das Leder, Dormagen schaltete schnell und kam mit einer gehörigen Portion Glück zum umjubelten Auswärtssieg. "Das", betonte Maik Franke, "ist eine Ohnmacht, die ich noch nie erfahren habe." So wirklich kann sich der Trainer die Union-Krise nicht erklären, vor allem, weil es die gleiche Mannschaft ist, die letztes Jahr Platz fünf erreicht hat. Das ist auf jeden Fall eine ganz, ganz harte Saison für die Union in der Landesliga, wo so ziemlich alles schief läuft, was schief laufen kann.

Klassenerhalt nahezu unmöglich

Der angestrebte Klassenerhalt wird zu einer schier aussichtslosen Situation in Velbert. "Eine solche Situation habe ich auch noch nie mitgemacht", seufzt Franke, der viel weniger mit dem späten Nackenschlag haderte, als viel mehr mit dem "miserablen Spiel" seiner Mannschaft über die gesamten 90 Minuten. Mit der Umsetzung im Spiel klappte es gar nicht. Für Franke kein Indiz für fehlende Qualität, sondern für Verunsicherung. "Die Niederlagen in den letzten Wochen haben die Mannschaft getroffen", moniert Franke, der ergänzt: "Ich muss selber erstmal zwei Tage durchatmen."

Autor: Simon Jüntgen

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