SF Königshardt II

Die Fließband-Torjäger

Filippos Kounelis
12. November 2014, 16:13 Uhr

Ein Torverhältnis von 88:15 zum Ende der Saison ist ein toller Wert. Umso beeindruckender ist es, wenn dieses Torverhältnis schon am 12. Spieltag erreicht wurde.

Die SF Königshardt haben in dieser Saison gut Lachen. Schon nach zwölf Spieltagen haben sie beeindruckende 88 Tore geschossen und stellen somit die mit Abstand beste Offensive in der Kreisliga B1 Oberhausen-Bottrop. Aber nicht nur das, sie haben auch die beste Offensive im gesamten Tabellensystem von RevierSport. Seit zwei Wochen führen sie die Offensiv-Tabelle unserer Top 100 an.

Seit dieser Saison spielt die Mannschaft unter der Leitung von Pierre Szterlicht. Zwar hatte die Truppe bereits in der vergangenen Saison eine ausgezeichnete Tordifferenz mit 132:35, doch die Mannschaft ist auf dem besten Weg die Marke zu überbieten. "Ich habe das Potenzial der Mannschaft entdeckt. In der letzten Saison haben sie etwas defensiver gespielt und jetzt haben wir das Spiel umgestellt", stellt der Trainer zufrieden fest. Die Systemumstellung habe sich auch zu Beginn der Saison in den Ergebnissen bemerkbar gemacht. Zwei der ersten drei Spiele wurden verloren. Danach folgte die eindrucksvolle Siegesserie mit neun Siegen in Folge und einem Torverhältnis von 80:6 (!). "Wir brauchten ein wenig Zeit, bis die Jungs verstanden haben, was ich von ihnen wollte", erklärt der Erfolgscoach die schwierige Anfangsphase. Diese Schwierigkeiten scheinen nun überwunden zu sein und es scheint, man könne den Gegner nach Belieben diktieren. Selbst Arminia Klosterhardt III, der momentane Spitzenreiter der Liga, konnte nichts gegen den Sturmlauf der Sportfreunde ausrichten. Im eigenen Stadion gingen sie letzte Woche mit 1:9 unter.

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Allein Philipp Potratz konnte sich schon 33 Mal in die Torschützenliste eintragen. Dabei fehlte er sogar in zwei Partien und konnte somit nur zehn Spiele absolvieren. Stellt sich also die Frage für die Ursachen dieser eindeutigen Ergebnisse. Ist das Gefälle innerhalb der Liga zu groß? "Es gibt fünf oder sechs Mannschaften, die ziemlich stark sind. Die stehen dann auch verdient oben", erklärt er und führt fort: "Wenn die Mannschaften aus den unteren Regionen gegen uns spielen, agieren sie oftmals ängstlich und das nutzen wir dann aus."

"Mir reicht auch ein 1:0"

Trotz des bisherigen Saisonverlauf vermag der Trainer keine Aufstiegsziele auszusprechen. Nach vier Jahren in Folge, in denen die Reserve der Sportfreunde Königshardt kurz vor Schluss der Saison den Aufstieg verpasste und sich mit dem zweiten Tabellenplatz begnügen musste, geht Szterlicht behutsamer mit der Situation um. "Jetzt möchten wir bis zur Rückrunde erst mal alle Spiele gewinnen. In der Rückrunde können wir dann auch ein Ziel formulieren", zeigt er sich noch bescheiden.

Doch wenn seine Jungs weiterhin so treffen, kommt er und sein Team nicht um die Favoritenrolle herum. Im nächsten Spiel kann es nämlich zum nächsten Schützenfest kommen. Gegen die schwächste Defensive der Liga von TB Oberhausen mit 76 Gegentoren stehen die Vorzeichen auf ein weiteren Kantersieg seiner Elf. "Erst einmal will ich die drei Punkte haben. Mir reicht auch ein 1:0 oder 2:0", erwidert er und lässt ein spannendes Ende offen.

Autor: Filippos Kounelis

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