Preußen Gladbeck

Ein Spiel wie Frankfurt - Stuttgart

27. Oktober 2014, 14:37 Uhr

Was für eine Aufholjagd! In der Schlussviertelstunde bog Preußen Gladbeck einen 1:3-Rückstand noch um.

Gegen den TuS Gahlen zeigten die Schwarz-Gelben unglaubliche Comebacker-Qualitäten. "Da haben die Jungs endlich umgesetzt, was wir schon seit Wochen im Training üben", freute sich Andre Marcussen, musste aber zugeben, dass beim abgefälschten Treffer zum 4:3 durch Andre Becker (90.), das Glück auf Seiten seiner Schwarz-Gelben war. "Aber vom Kämpferischen her war das top. Es war vergleichbar mit dem Spiel Frankfurt gegen Stuttgart."

Nach vier Spielen ohne Sieg war der Heimdreier Gold wert. "Sonst wäre es kritisch geworden", meint der SGP-Coach mit Blick auf das nicht gerade überbordende Selbstvertrauen seiner Mannschaft. Jetzt aber hat das Team wieder ein Erfolgserlebnis gefeiert und gesehen, dass es geht. "Nun müssen wir gegen Lippramsdorf und Dorsten nachlegen", fordert Marcussen, der sich immer noch fürchterlich über die Niederlage vor zwei Wochen gegen Haltern ärgert. Es gebe nämlich durchaus Mannschaften in der Liga, die schlechter seien als seine Truppe - und ein Rang zwischen Platz 10 und 13 hält er deshalb auch für "absolut realistisch".

Die Defensivbilanz bleibt ein Problem

Das Abwehrproblem hat Marcussen aber noch nicht in den Griff bekommen. Ginge es so wie in den ersten elf Spielen weiter, stünden am Ende 106 Gegentore zu Buche. "Das ist eine lange Prozedur. Das geht nicht von heute auf morgen, sondern wird Monate dauern", kündigt der Linienchef an. "Wir machen noch zu viele Fehler, das wissen auch die Gegner. Aber wir bekommen das hin", ist er sich sicher. Mit harter Arbeit, wohlgemerkt.

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