Viel hatte sich das Schermbecker Team von Christoph Schlebach für die Partie gegen Fichte Bielefeld vorgenommen.

SV Schermbeck

Schlebach: "Das bricht uns das Genick"

29. September 2014, 14:08 Uhr

Viel hatte sich das Schermbecker Team von Christoph Schlebach für die Partie gegen Fichte Bielefeld vorgenommen.

Gegen die Ostwestfalen sollte endlich der lang ersehnte erste Heimsieg her. Damit auch die Zeiten des absoluten Mittelmaßes beendet werden. Am Ende standen die Rot-Weißen aber wieder mit nur einem Punkt da – zu wenig für die Ansprüche beim SVS.

Dabei begann die Partie für die Schermbecker mit einem Blitzstart. [person=10068]Jannis Scheuch[/person] machte den Bellarabi und erzielte nach nur 38 Sekunden den Führungstreffer. „Eine klasse Einzelleistung von Jannis über die rechte Seite. Er zieht nach innen und haut mit seinem starken linken Fuß den Ball aus 20 Metern in den Winkel“, war SVS-Coach Schlebach merklich zufrieden mit dem Auftakt seines Teams. Um dann aber auch direkt den Finger in die Wunde zu legen: „Wir haben den idealen Auftakt nicht genutzt und haben uns direkt den Gegentreffer gefangen. Da müssen wir einfach konzentrierter sein. Trotzdem hätten wir in der ersten Halbzeit dann nochmal in Führung gehen müssen. Das haben wir aber versäumt.“

"Ich bin richtig frustriert und auch stocksauer."

Das holte sein Team dann aber in der zweiten Halbzeit nach. [person=1333]Marek Klimczok[/person] traf zur erneuten Führung. Doch das war, wie typisch für den SVS in dieser Saison, nur eine Momentaufnahme. Der Bielefelder [person=17692]Sadicki[/person] nutzte in der Schlussphase eine erneute Unkonzentriertheit der SVS-Hintermannschaft zum Ausgleich. „Ein Punkt zu Hause ist für unsere Ansprüche absolut zu wenig. So haben wir uns das vor der Saison nicht vorgestellt. Wir schaffen es derzeit nicht unsere krassen individuellen Fehler abzustellen. Das bricht uns das Genick“, sah der 46-Jährigen den Hauptgrund für die geringe Punkteausbeute in der schwachen Einzelleistung einiger Spieler begründet und ergänzte: „Das zieht sich wie ein roter Faden durch die Saison. Wir haben in sieben Spielen acht individuelle Fehler gemacht. Das ist definitiv zu viel. Ich bin richtig frustriert und auch stocksauer.“

Schlebach stellt die Qualitätsfrage

Ausreden will Schlebach demnach auch nicht gelten lassen und stellt auch die Frage nach der Qualität: „Konzentration ist das Eine. Vielleicht ist das Andere aber auch eine Frage der individuellen Qualität. Da müssen sich einige Spieler auch mal hinterfragen, ob es letztendlich für unsere Ansprüche reicht.“ Angesprochen auf eigene falsche Einschätzungen vor der Saison sagte Schlebach: „Natürlich bin ich für die Zusammenstellung der Kaders verantwortlich. Aber in dieser Saison hat der ein oder andere schon einen krassen Bock geschossen. Das hatte ich so nicht erwartet.“

Dass individuelle Fehler über gezieltes Training nur schwer minimiert werden können ist bekannt. Demnach hält der SVS-Coach auch Veränderungen in seiner Mannschaft für denkbar: „Wir haben einen Kader, in dem bis auf einen Spieler alle fit sind. Wir müssen jetzt gezielt überlegen welche Veränderungen wir treffen.“ Wer aus der zweiten Reihe für einen Ligaeinsatz in Frage kommt, soll dabei auch ein Testspiel am morgigen Dienstag gegen die SF Stuckenbusch zeigen.

Am Wochenende geht es dann zum schweren Auswärtsspiel zum Tabellenführer aus Münster. Aber auch dort bekommt der SVS erneut eine Chance, dass absolute Mittelmaß zu verlassen. „Wir fahren nicht dorthin um zu verlieren. Wir wollen unter die ersten fünf Mannschaften der Liga kommen, dann müssen wir uns auch mit diesen Top-Teams messen“, zeigt Schlebach eine klare Richtung auf.

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