Der Amateurfußball in Essen hat am Sonntag wieder seine hässlichste Fratze gezeigt. In der Kreisliga C kam es zu einem brutalen Gewaltakt.

Kreisliga Essen

Brutaler Gewaltakt am Nordfriedhof

Martin Herms
14. September 2014, 21:13 Uhr

Der Amateurfußball in Essen hat am Sonntag wieder seine hässlichste Fratze gezeigt. In der Kreisliga C kam es zu einem brutalen Gewaltakt.

90 Minuten plätscherte das Duell zwischen den gastgebenden Sportfreunden Altenessen 18 III und der Reserve von Juspo Altenessen vor sich hin. Bei der letzten Aktion des Spiels brannten einem Akteur der Gäste dann komplett die Sicherungen durch. Der Juspo-Spieler streckte seinen Gegenspieler nach einem Allerweltsfoul mit einem Kopfstoß nieder und trat seinem am Boden liegenden Opfer anschließend gegen den Kopf. Schiedsrichter Sebastian Orlowski pfiff die Partie daraufhin ab und zeigte dem Täter die Rote Karte. "Er hat gezielt gegen den Kopf seines Gegenspielers getreten. Das war ein brutaler Angriff", bestätigte der Unparteiische auf Nachfrage von RevierSport.

Der Spieler der 18er erlitt bei der Attacke Kopfverletzungen und wurde per Rettungswagen abtransportiert. Die Verantwortlichen der Sportfreunde verständigten die Polizei, die wenige Minuten später mit zwei Einsatzwagen vor Ort war. Als die Beamten auf der Sportanlage am Altenessener Nordfriedhof eintrafen, war der Täter allerdings nicht mehr aufzufinden. "Der Spieler hat sich sofort aus dem Staub gemacht, als er mitbekommen hatte, dass die Polizei verständigt wurde", berichtet der Betreuer der Sportfreunde, Jan Hastrich.

Die Daten des Schlägers konnte die Polizei dennoch ermitteln. Dies gelang laut Hastrich jedoch nur dank der Mithilfe der 18er. "Juspo wollte seinen Spieler offenbar decken und den Namen nicht verraten. Anhand der Rückennummer und des Spielberichts lag uns der Name aber vor. Es ist wirklich traurig, dass ein Spieler, der auf dem Fußballplatz derart ausrastet und seinem Gegenspieler brutal angreift und auch noch vor den Kopf tritt, auch noch geschützt wird. So etwas hat auf dem Fußballplatz nichts zu suchen", betont Hastrich.

Autor: Martin Herms

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