Im Meisterschaftskampf in der spanischen Primera Division kann Rekordmeister Real Madrid wieder hoffen. Nach dem 3:2 am 16. Spieltag bei Santander ist der Hauptstadtclub zumindest für 24 Stunden auf Tabellenplatz zwei.

Real Madrid macht Boden gut - Barca nur Remis

tok
19. Dezember 2004, 13:28 Uhr

Im Meisterschaftskampf in der spanischen Primera Division kann Rekordmeister Real Madrid wieder hoffen. Nach dem 3:2 am 16. Spieltag bei Santander ist der Hauptstadtclub zumindest für 24 Stunden auf Tabellenplatz zwei.

Noch sind es zehn Punkte Rückstand auf Tabellenführer FC Barcelona, aber dennoch schöpft Real Madrid wieder Hoffnung im Kampf um die spanische Meisterschaft. Nach einem 3:2 bei Rancing Santander am 16. Spieltag der Primera Division schoben sich die "Königlichen" zumindest für 24 Stunden auf den zweiten Tabellenplatz. Unterdessen kam der FC Barcelona gegen Meister FC Valencia nur zu einem 1:1.

"Eines ist sicher: Wir sind noch nicht tot. Das ist die wichtigste Erkenntnis dieses Spieltags", erklärte Madrids Trainer Mariano Garcia Remon nach dem glücklichen Erfolg seiner Mannschaft. Erst ein Kopfballtor des französischen Spielmachers Zinedine Zidane in der Nachspielzeit sicherte den Sieg Reals. Zuvor hatten die Stürmerstars Michael Owen und Raul die zweimalige Führung der Gastgeber durch Jossi Benayoun und Javi Guerrero jeweils ausgeglichen.

David Beckham und Roberto Carlos nur auf der Bank

Der Erfolg konnte allerdings nicht über die derzeit nur mäßige Form des Starensembles hinwegtäuschen, denn Santander war über weite Strecken das bessere Team. Dennoch wies Remon, der auf den verletzten brasilianischen Superstar Ronaldo verzichten musste, die Kritik an der Spielweise seiner Mannschaft zurück.

"Es hat den Anschein, dass meine Spieler immer Wunderdinge vollbringen müssen, damit die Leute sagen, sie haben ganz gut gespielt. Wir fahren selbstbewusst nach Hause, denn wir wollten gewinnen und wir haben gewonnen", sagte der Trainer, der den englischen Nationalmannschafts-Kapitän David Beckham und den Brasilianer Roberto Carlos 90 Minuten lang auf der Ersatzbank schmoren ließ.

Auch Valencia noch im Rennen um die Krone

Neben Madrid liegt auch Titelverteidiger Valencia durch das Remis in Barcelona mit zehn Zählern Rückstand auf den 16-maligen Meister in Lauerstellung. Vor 72.000 Zuschauern im Nou-Camp-Stadion glich der Brasilianer Ronaldinho elf Minuten vor Spielende die Führung der Gäste durch den Treffer des Italieners Stefano Fiore per Foulelfmeter aus. Ronaldinho hatte selbst den fragwürdigen Strafstoß herausgeholt.

"Es war ein ziemlich hartes Spiel. Alle Spieler haben sich mit allem reingehauen, was sie hatten. Beide Mannschaften wollten eben unbedingt gewinnen, deshalb war die Inensität sehr hoch", erklärte Barcelonas niederländischer Trainer Frank Rijkaard nach der Partie, in der sein Team die letzten 17 Minuten mit zehn Spielern bestreiten musste, da Torwart Victor Valdes nach einem Handspiel außerhalb des Strafraums die "Rote Karte" gesehen hatte.

Bernd Schuster erneut auf die Tribüne verbannt

Seinen Arbeitsplatz musste auch Bernd Schuster räumen. Der deutsche Coach von Neuling UD Levante wurde beim 1:1 seines Klubs im Aufsteigerduell gegen Albacete Balompie schon zum zweiten Mal in dieser Saison nach einer Auseinandersetzung mit dem Schiedsrichter auf die Tribüne verbannt. Das Remis war für Levante bereits das sechste sieglose Spiel in Folge. Jose Antonio Culebras sicherte nach dem Führungstreffer der Gäste durch Gaspar wenigstens noch einen Punkt.

Autor: tok

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