Mario Klinger

Allrounder sucht neuen Klub im Westen

21. August 2014, 16:09 Uhr

Als vielseitig einsetzbarer Spieler machte sich Mario Klinger bereits bei mehreren Vereinen in und außerhalb des Reviers einen Namen.

Aus der Jugend des FC Schalke 04 stammend und dort im Ligapokal sowie im DFB-Pokal spielend, landete der 27-Jährige in der jüngeren Vergangenheit bei dem ein oder anderen namhaften Klub. An die Saison 2007/2008, wo Klinger für Rot-Weiss Essen aktiv war, sowie an die Jahre 2010 bis 2012, in denen er das Trikot von Rot-Weiß Oberhausen trug, erinnert er sich höchstwahrscheinlich mit Grauen. Denn an allen drei Saisonenden stand jeweils ein Abstieg. Deutlich besser lief es für den gebürtigen Essener aus sportlicher Sicht bei seiner letzten Station. Beim früheren Bundesligisten FC Homburg in der Regionalliga Südwest gehörte Klinger zu den absoluten Leistungsträgern.

Hick-Hack ohne Happy End

Entsprechend wollten die Verantwortlichen der Saarländer den Kontrakt frühzeitig verlängern. "Seit dem Winter wurde mir gesagt, dass man mit mir verlängern möchte. Auch der Rest des Teams war darauf angesprochen worden, ob sie bleiben wollten, 19 von 24 Spielern aus unserem Kader hatten daraufhin zugesagt", erinnert sich Klinger. Nach einigen klubinternen Querelen und einem Leistungsabfall der Mannschaft wurden aber Trainer Christian Titz im April entlassen und jegliche Vertragsverlängerungen zunächst auf Eis gelegt.

Doch auch unter den Interimstrainern Sebastian Stache und Robert Jung konnte Klinger überzeugen. "Einmal kam der Vorstand sogar auf den Trainingsplatz und fragte mich, ob es schon Anfragen von anderen Vereinen gibt und ob ich denn weiterhin bleiben wollen würde. Da sagte ich ihnen, dass es Interessenten gibt, ich mich aber in Homburg sehr wohl fühle. Nach und nach wurde man in der Mannschaft aber nervös, weil nichts fest unterzeichnet wurde."

Nach der Verpflichtung des neuen Cheftrainers Jens Kiefer zeigte sich, warum. Kiefer, der vom Ligakonkurrenten Eintracht Trier nach Homburg kam, wollte den Kader von Grund auf umbauen. Die Verantwortlichen, die ja eigentlich unbedingt mit dem Großteil des Teams verlängern wollten, hielten sich mit Eingriffen in die Planungen des 39-Jährigen zurück. Das Aus für Klinger in Homburg. "Das zog sich bis in die Sommerpause hinein. Ich hatte vielen Interessenten abgesagt und bekam dann keinen Vertrag mehr", äußert sich der Defensiv-Allrounder.

Regionalliga-Klub gewünscht

Nun befindet sich Klinger in einer Zwickmühle. Die meisten Klubs haben ihre Kader vervollständigt und ihr Teambudget ausgeschöpft. Zudem sind viele Ausbildungsstellen bereits vergeben. "Das ist gerade eine sehr unbefriedigende Situation für mich. Viele Vereine hatten Interesse, aber davon kann ich mir jetzt nichts mehr kaufen. Die meisten sagten jetzt aus finanziellen Gründen ab", erklärt er.

Klinger wünscht sich, möglichst einen Regionalliga-Klub im westlichen Teil des Landes zu finden, der ihm im besten Falle noch eine Kombination aus Fußball und Ausbildung ermöglichen kann.

Seine großen Vorzüge: Der 1,82 Meter große Klinger befindet sich im besten Fußballeralter und ist so vielseitig einsetzbar wie kaum ein anderer Fußballer. Beackerte er in der Vergangenheit bei Schalke, RWE und RWO vor allem die „Sechs“ und die Innenverteidigung, spielte er im Saarland auch öfter im offensiven Bereich. "Zentral kann ich eigentlich überall ran. Meine früheren Trainer bezeichneten mich meist als Allzweckwaffe", benennt der DFB-Ligapokalsieger von 2005 seine Qualitäten.

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