Mit Rekord-Ergebnissen geizten die Athleten beim Grand-Prix-Meeting in New York nicht. Fünf Jahres-Weltbestmarken und ein Beinahe-Weltrekord über 100m standen im Blickpunkt des  hochkarätigen Grand-Prix-Meetings der Leichtathleten in New York. Der 200-m-WM-Vierte Tyson Gay (USA) erreichte in 9,76 Sekunden über 100m eine Zeit, die zuvor kein anderer mit einem Minimum zu  starken Rückenwindes (2,2 statt erlaubter 2,0m) gesprintet war.

Gay knackt mit zu viel Wind die Weltrekordzeit

100 Meter in 9,76 Sekunden

03. Juni 2007, 12:42 Uhr

Mit Rekord-Ergebnissen geizten die Athleten beim Grand-Prix-Meeting in New York nicht. Fünf Jahres-Weltbestmarken und ein Beinahe-Weltrekord über 100m standen im Blickpunkt des hochkarätigen Grand-Prix-Meetings der Leichtathleten in New York. Der 200-m-WM-Vierte Tyson Gay (USA) erreichte in 9,76 Sekunden über 100m eine Zeit, die zuvor kein anderer mit einem Minimum zu starken Rückenwindes (2,2 statt erlaubter 2,0m) gesprintet war.

Noch schneller war nur Obadele Thompson (Barbados), der 1996 in El Paso/Texas fast von einem "Orkan" (über 5,0m) zu 9,69 getrieben wurde. Den Weltrekord halten Asafa Powell (Jamaika) und trotz des Dopingbanns noch immer offiziell Justin Gatlin (USA) in 9,77.[imgbox-left]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/002/202-2231_preview.jpeg Olympiasieger Xiang Liu. (Foto: firo)[/imgbox]

Für die fünf Jahres-Weltbestmarken sorgten Chinas 110-m-Hürden-Olympiasieger Liu Xiang, der in 12,92 seinen Weltrekord nur um 0,04 Sekunden verfehlte, die US-Hoffnungen Virginia Powell in 12,45 Sekunden über 100-m-Hürden und Jennifer Stuczynski mit 4,88 m im Stabhochsprung sowie über 5000 m die Äthiopier Tariku Bekele in 13:04,05 und Tirunesh Dibaba 14:35,67 Minuten.

An Position zwei in der Welt setzten sich der im Vorjahr sogar auf 19,65 verbesserte Wallace Spearmon in 19,82 Sekunden beim 200-m-Sieg über den starken Usain Bolt (Jamaika/19,89) sowie in 12,95 hinter Liu Xiang der Amerikaner Terrence Trammell bei seinem ersten Hürdensprint unter 13 Sekunden. Als Dritter steigerte sich Ryan Wilson gleich um zwei Zehntel auf 13,02.

"Ich denke nicht daran, wie schnell ich ohne diesen Wind hätte sein können", meinte Tyson Gay, der zwei Wochen zuvor bei einem ebenfalls zu starken Schub von 2,5 m bereits 9,79 gesprintet war. Hinter ihm machte auch Derrick Atkins (Bahamas) deutlich, dass er unter regulären Bedingungen unter 9,90 laufen kann.

Trotz des Jetlags ("ich wurde ständig wach in der Nacht") präsentierte sich Liu Xiang in glänzender Form. "Ich brauche den Wettkampf-Druck, um solche Zeiten zu erreichen", meinte der Chinese mit Blick auf Trammell, der 50m geführt hatte.

Die neue amerikanische Stabhochsprung-Hoffnung Jennifer Stuczynski meisterte mit 4,88m eine Höhe, die bisher nur die erst am 16. Juni in Oslo in die Saison einsteigende russische Weltrekordlerin Jelena Issinbajewa (5,01) übertroffen hat. Die 25-Jährige scheiterte noch deutlich am Versuch, die Bestmarke auf 5,03m zu schrauben. Gleich hoch wie Stuczynski, die sich in diesem Jahr schon auf 4,84m verbessert hat, sprang bisher nur Russlands Ex-Weltrekordlerin Swetlana Feofanowa.

Starke Sprints zeigten auch Veronica Campbell (Jamaika) in 10,93 Sekunden beim 100-m-Sieg über Torri Edwards (10,96) sowie Rachelle Boone-Smith (beide USA) in 22,31 über 200m. James Carter überzeugte über 400-m-Hürden in 48,37 Sekunden.

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