Nach dem knapp verpassten Bezirksliga-Aufstieg des VfL Duisburg-Süd war sich Emanuel di Sciacca zunächst nicht sicher, wie es weitergeht. Doch anstatt das Handtuch zu schmeißen, bleibt der 40-Jährige dem Club für ein weiteres Jahr als Cheftrainer erhalten und das mit einem klar formulierten Ziel: Aufstieg.

Kreis DU/MH/DIN: Nur kurz hängende Köpfe beim VfL Duisburg-Süd

"Nach vorne schauen, nicht zu viel zurückblicken"

Heiko Gaeb
31. Mai 2007, 17:24 Uhr

Nach dem knapp verpassten Bezirksliga-Aufstieg des VfL Duisburg-Süd war sich Emanuel di Sciacca zunächst nicht sicher, wie es weitergeht. Doch anstatt das Handtuch zu schmeißen, bleibt der 40-Jährige dem Club für ein weiteres Jahr als Cheftrainer erhalten und das mit einem klar formulierten Ziel: Aufstieg. "Wir sind so knapp gescheitert. Da ist die Enttäuschung natürlich erst einmal riesig", gibt di Sciacca zu, "aber wir gehen jetzt gestärkt in die Saison." Dabei zeigt sich der Italiener als fairer Verlierer: "Unser Gegner hatte besonders in der regulären Spielzeit mehr von der Partie. Das erkennen wir neidlos an."

Jetzt heißt es optimistsich nach vorne blicken und nicht all zu lange dem verlorenen Match nachtrauern, wenngleich die Fehlerbehebung aus der Vorsaison nicht vergessen wird.

Ein Grund, warum man den ehemaligen Atalanta Bergamo-Kicker zum Weitermachen überreden konnte, ist zweifelsfrei die Tatsache, dass die zweite Mannschaft als Nachwuchsförderungs-Team fungieren wird. Bisher war ein Austausch von Spielern mit der Truppe, die in der Kreisliga B kickt, nicht vorhanden. "Die Zweite Mannschaft wird komplett neu strukturiert und uns jederzeit Spieler zur Verfügung stellen, wenn Not am Mann ist", erklärt der Coach der "Südler" und fügt an: "Die fehlende Kommunikation hat uns vielleicht den Aufstieg gekostet." Der Grund: Zur entscheidenden Partie waren mit Murat Toker und Recep Cengiz zwei sehr wichtige Stürmer nicht an Bord. So musste in der zweiten Hälfte mit Michael Jost ein 42-jähriger Akteur auf dem Platz stehen. Hinzu kommt noch das Pech: Bereits nach 22 Minuten musste der Spieler vom Platz. Durch einen unglücklichen und unabsichtlichen Zusammenprall mit Olaf Rusche, dem Torwart des Gegners, brach sich der Pechvogel das Schlüsselbein vierfach.

Bereits jetzt kann sich di Sciacca über vier Neuzugänge freuen. Von seinem ehemaligen Club TuSpo Huckingen stoßen Erkan und Sinan in den Kader. Mit Thomas Kaiser (SW Duisburg) kommt ein Offensiv-Spezialist in die Truppe. Mit Dini Mossab hat man einen Kicker aus der bisherigen Zweiten Mannschaft an der Angel. Hinter Gianni Campanella steht noch ein Fragezeichen. Der Akteur spielt aktuell für den Landesligisten DSV 1900. "Hätte es mit dem Aufstieg geklappt, wäre er auf jeden Fall gekommen. So müssen wir noch einige Überredungskünste anwenden, sind aber guter Dinge, ihn zu bekommen", hofft di Sciacca und ballt die Faust: "Bis auf Malte Wiebus und Sebastian Zemelka bleibt die Truppe zusammen. Durch die Neuverpflichtungen sind wir sogar in der Breite besser besetzt. Das ist eine sehr gute Basis, um erneut ganz oben anzugreifen."

Autor: Heiko Gaeb

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