Die lange Fahrt nach Erndtebrück hat sich für den SC Hassel gelohnt. Die Mannschaft von Spieler-Trainer Christoph Schlebach fuhr am Samstag im Siegerland einen nie gefährdeten 2:1 (1:0)-Sieg ein.

SC HASSEL übernimmt Platz sechs

Kürschners: "Kein Abkommen mit Buer"

tr/hb
29. Mai 2007, 10:01 Uhr

Die lange Fahrt nach Erndtebrück hat sich für den SC Hassel gelohnt. Die Mannschaft von Spieler-Trainer Christoph Schlebach fuhr am Samstag im Siegerland einen nie gefährdeten 2:1 (1:0)-Sieg ein. "Eine tolle Leistung des Teams", zollt Rüdiger Kürschners Lob. "Die Jungs hatten aber auch noch etwas gut zu machen."

Von Beginn an bestimmten die Gelsenkirchener das Geschehen und gingen in der 25. Minute verdient in Führung. Schlebach bediente Sven Potthast und der Stürmer vollstreckte eiskalt zum 1:0. "Er war der überragende Mann", klopfte Kürschners seinem Torjäger auf die Schulter: "Sven war sehr beweglich und hat extrem mannschaftsdienlich gespielt. Klasse. Aber das gilt auch für unseren Keeper Holger Pischetsrieder, der uns mit tollen Paraden den Vorsprung sicherte."

Dabei sah es vor dem Match gar nicht nach einem ruhigen Nachmittag aus, denn Thomas Dannowski musste beim Aufwärmen mit muskulären Problemen passen. Deshalb stellte Schlebach hinten kurzfristig auf eine Dreierformation mit ihm als Libero um. "Stark, wie er die Truppe eingestellt hat", war Kürschners in regelrechter Kompliment-Laune.

Wie auch beim 2:0-Sonntagsschuss von Youngster Göksel Mladen, der das Leder aus 22 Metern in den Winkel drosch (88.). Die Hausherren erzielten zwar durch Michael Skoumal per Foulelfmeter noch den Anschluss-Treffer zum 1:2 (89.), doch Hassel ließ nichts mehr anbrennen. Kürschners zufrieden: "Wir sind jetzt voll im Soll."

Derweil konnte sich der ehemalige Horster einen Seitenhieb in Richtung des Nachbarn SSV Buer nicht verkneifen. Denn der SCH fragte offiziell an, ob Bastian van den Boom Wechselgedanken hegen würde, SSV-Coach Holger Siska beschwerte sich daraufhin energisch: "Er hat irgend etwas von einem Abkommen zwischen den Vereinen erzählt, doch davon wissen wir nichts", entgegnete Kürschners: "Wir sind einen vernünftigen Weg gegangen, haben niemandem dem Kopf verdreht. Bastian hat aber noch keine Entscheidung getroffen."

In den kommenden Tagen wollen die Hasseler Verantwortlichen möglichst schon die personelle Planung für die nächste Saison abschließen. Den bisherigen sechs Abgängen Jan Schmidt, Salissou Emile (beide Spvgg. Erkenschwick), Thomas Dannowski, Marc Oepping (beide FC Recklinghausen), Nedim Djuliman (Germ. Gladbeck?) und Christian Röder (SV Herbede) stehen bisher die Neuverpflichtungen Misel Zec (SV Zweckel, Abwehr), Daniel Bertram (SG Langenbochum), Felix Sadlowski (SW Essen), Cesary Liedtke (RWO II, alle Mittelfeld), Marcel Ligmann (SG Eintracht) sowie Tim Dosedal (SV Schermbeck, beide Sturm) gegenüber.
"Nun sind wir noch auf der Suche nach einem zweiten Torwart, einem Mann für die Defensive und eventuell einem weiteren Stürmer", teilt Schlebach mit. Kandidaten fürs Tor sind Savas Karabulut (TSK Herne) und Christian Kanesius (Westfalia GE), fürs Feld die beiden Erler Uwe Mues und Serdar Dedemen. tr/hb

Erndtebrück: Dünnhaupt – Wieczorek – Rath, Müller, Ranke – P. Morina (78. Cede), Linde, Medini (65. Hirschfeld) – Skoumal – Lopez, Janecko
Hassel: Pischetsrieder – Schlebach – Schmidt, Heidbreder – Koch, Öpping (68. Göksel), Djuliman, Underberg – Striewe (80. Yilmaz), Emile, Potthast (85. Bahadir)
Tore: 0:1 Potthast (25.), 0:2 Göksel (88.), 1:2 Skoumal (89., Foulelfmeter)
Zuschauer: 102

Autor: tr/hb

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