HERNE: Köse nun doch nach Gladbeck

Salli ist der sechste Neuzugang

28. Mai 2007, 00:45 Uhr

"Niemals geht man so ganz, irgendwas von dir bleibt hier ..." Der melancholische Schlager von Trude Herr wird wohl am Pfingstmontag in Herne hoch und runter laufen. Denn bei der Westfalia steht nach vier Jahren Zusammengehörigkeit eine große Abschiedsfeier an. Sami El-Nounou (VfL Bochum), Michhael Erzen (Preußen Münster), Yakub Köse (der Schermbeck nun doch eine Absage erteilte und bei Germania Gladbeck im Gespräch ist), Mykola Makarchuk, Thorben Gunkel (beide VfB Speldorf), Stefan Urbainski (ETB SW Essen), Sebastian Kohl (DSC Wanne-Eickel), Adrian Cetera (VfB Hüls) und Christian Grüterich (Ziel unbekannt) werden das "Schloss Strünkede" verlassen.

"Nach so einer langen Zeit ist ein Umbruch ganz normal", meint Trainer Frank Schulz, der besonders bei El Nounous Verabschiedung eine Träne verdrücken wird: "Gerade bei unseren Abgängern wie Samy verfällt es mir sehr schwer. Er hat sich in den letzten Wochen vorbildlich verhalten, lässt sich nicht hängen sondern geht voran. Er ist ein Mann, den ich sehr schätzen gelernt habe und zu dem ich einen engen Kontakt halten werde."

Die Fans müssen sich also an ein völlig neues Team gewöhnen, das mit Mirko Krüger (DJK TuS Hordel), Sebastian Kleine, Dennis Gidaszewski (beide Vorwärts Kornharpen), Andreas Kluy (VfB Hüls) und Benny Baron (Holzwickede) bereits fünf neue Gesichter hat. "Mit der U23-Regelung haben wir keine Probleme mehr", schmunzelt Schulz beim Blick auf den Altersschnitt, der erneut eine Verjüngung erhält. Denn Sengen Salli ist der sechste Neuzugang des SCW. Der Stürmer kommt vom Landesligisten Disteln und ist zarte 21 Jahre alt. "Er hat schon für Junkersdorf in der Oberliga gespielt", freut sich Schulz über den geglückten Transfer. Frei nach dem Schlager-Motto von Jürgen Marcus: "Eine neue Liebe", denn "ich wollte ihn schon letztes Jahr im Winter haben. Er ist beidfüßig und sehr talentiert", leuchten die Augen des Fußballlehrers.

Derweil haben Arben Tahiri und Sven Barton ihre mündlichen Zusagen nun auch schriftlich fixiert. "Beide werden ein weiteres Jahr bei uns bleiben", freut sich Schulz, dass sein Kader nicht gänzlich auseinanderbricht, denn schließlich geht man niemals geht so ganz, irgendwas von dir bleibt hier.

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