15 Tore in 20 Spielen: Das zu schaffen, ist bei einer Truppe, die im Abstiegskampf klebt, schon eine Kunst. Selcuk Dede, Angreifer der SG Wattenscheid, hat den Traditions-Club mit seinen

WATTENSCHEID: Selcuk Dede hat die Schnauze voll

"Ich hoffe, dass es Klick macht"

Thomas Tartemann
27. Mai 2007, 16:31 Uhr

15 Tore in 20 Spielen: Das zu schaffen, ist bei einer Truppe, die im Abstiegskampf klebt, schon eine Kunst. Selcuk Dede, Angreifer der SG Wattenscheid, hat den Traditions-Club mit seinen "Buden" zwischenzeitlich am Leben gehalten, doch seit Wochen quält er sich nun mit Schmerzen herum.

"Ich war bei zig Ärzten", seufzt Dede, "konnte unter der Woche immer noch nicht richtig schießen, mich kaum bewegen. Langsam habe ich die Schnauze voll. Erst hieß es, dass ich mir einen Leistenbruch zugezogen hätte, dann lautete die Diagnose wieder Bauchmuskel-Zerrung. So etwas hatte ich vorher noch nie, deswegen fällt es mir auch schwer, zu sagen, wie lange das Ganze noch dauert."

Für das morgige Match in Rheine sieht es "eher schlecht" aus, wie der Trickser meint, "wenn mir im Training selbst die langsamen Leute weglaufen und fünf, sechs Meter im Sprint abnehmen, dann hat es keinen Sinn. Wenn, dann möchte ich der Truppe auch helfen und nicht nur mit halber Kraft auflaufen. Ich hoffe, es macht in den nächsten Tagen Klick und es klappt wieder alles normal."

Dann wäre "SD" beim Finale gegen Schalke II dabei - und könnte vielleicht noch am Schwungrad des Existenz-Kampfes drehen. Dede: "Wir wollen alles versuchen, um sportlich die Rettung zu packen."

Was der Offensiv-Mann künftig machen wird, ist noch unklar. "Ich kann mir vorstellen, in Wattenscheid zu bleiben", sagt er, "aber ich habe viele Angebote, bei denen man sicherlich überlegen kann." Ein Gespräch mit Preußen Münster hat stattgefunden, dazu soll es Annäherungs-Versuche der künftigen Regionalligisten RW Oberhausen sowie Verl geben. "Vom Ahlener Interesse habe ich bei euch im RevierSport gelesen, mit mir selbst hat aber kein Verantwortlicher gesprochen", erklärt Dede, der sich die Variante, für eine Zweitvertretung wie Fortuna Düsseldorf aufzulaufen, überhaupt nicht vorstellen kann: "Das hatte ich doch in Wattenscheid schon, habe mich hier Schritt für Schritt nach vorne gearbeitet. Ich möchte weiterkommen, würde mir den Sprung in die dritte Liga durchaus zutrauen."

Der Umworbene erklärt: "Eine definitive Entscheidung, für wen ich künftig auflaufen werde, fällt erst, wenn klar ist, wohin die Reise mit Wattenscheid geht."

Autor: Thomas Tartemann

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