Wacker Bergeborbeck

Disziplinlosigkeit kostet den Aufstieg

Krystian Wozniak
02. Juni 2014, 13:02 Uhr

Vor rund zwei Monaten sah Wacker Bergbeborbeck noch wie der sichere Meister der Kreisliga B und Aufsteiger in die A-Klasse aus.

"Wir haben vor einigen Wochen gedacht, dass wir schon durch sind. Leider zog dann der Schlendrian ein. Die Trainingsbeteiligung war schlecht. Ich habe bemerkt, dass bei den Jungs nur der Wille da ist, wenn ein Spiel ansteht. Die wenigsten Spieler hatten Lust zum Training zu kommen", bedauert Ulrich Seemann.

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Seemann, der das Traineramt gemeinsam mit Achim Sabel an der Cathostraße ausübt, war am Sonntag beim Aufstiegsspiel der Tabellenzweiten der beiden B-Ligen Wacker und ESC Preußen Essen nicht vor Ort. Vielleicht war das für den bereits im Norwegen-Urlaub weilenden Wacker-Coach besser. 2:8 unterlagen die Wackeraner im Endspiel um die Kreisliga A dem ESC. "Ich kenne ja die Interna und habe solch eine Klatsche schon geahnt. Unsere Mannschaft hat fünf, sechs Spieler, die bereits an den 30 Lenzen kratzen und da haben wir gegen Mannschaften wie TuS Essen-West II in unserer Staffel oder jetzt Preußen im Entscheidungsspiel einfach keine Chance. Da sind junge, hungrige Spieler dabei, die unseren Jungs davonlaufen", sagt Seemann.

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Ob der ehemalige B-Jugendtrainer von Rot-Weiß Oberhausen auch in der kommenden Saison die Blau-Gelben gemeinsam mit Sabel trainieren wird, ist noch ungewiss. "Das wird nach meinem Urlaub entschieden", verrät Seemann. So oder so, müsse laut Seemann an der Cathostraße ein personeller Umbruch vollzogen werden. Auch wenn es schwer sei, junge, talentierte Spieler für Wacker zu begeistern, muss dieser Weg laut Seemann eingeschlagen werden: "Wir haben nur einen alten Ascheplatz und beschränkte finanzielle Mittel. Doch ohne junge Spieler wird es schwer. Wir müssen einen Umbruch einleiten."

Autor: Krystian Wozniak

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