Am Donnerstag wurde Heiko Butscher als Neuzugang beim SC Freiburg vorgestellt, nachdem der Abwehrspieler einen Zwei-Jahres-Vertrag bei den Breisgauern unterzeichnet hatte. Der Wechsel des Schwaben in die zweite Liga überrascht. Denn Heiko Butscher hatte in Bochum einen unterschriftsreifen Vertrag vorliegen, der ihm ermöglicht hätte, auch im nächsten Jahr und darüber hinaus bei einem Erstligisten zu kicken.

Keinen Bock mehr auf Bank und Tribüne

Butscher will spielen und später nach Bochum zurück

27. Mai 2007, 13:28 Uhr

Am Donnerstag wurde Heiko Butscher als Neuzugang beim SC Freiburg vorgestellt, nachdem der Abwehrspieler einen Zwei-Jahres-Vertrag bei den Breisgauern unterzeichnet hatte. Der Wechsel des Schwaben in die zweite Liga überrascht. Denn Heiko Butscher hatte in Bochum einen unterschriftsreifen Vertrag vorliegen, der ihm ermöglicht hätte, auch im nächsten Jahr und darüber hinaus bei einem Erstligisten zu kicken.

Butscher: "Ich konnte die Laufzeit zwischen einem und drei Jahren selbst wählen." #

Doch Butscher teilte dem VfL mit, dass man ohne ihn planen kann. Ein Schritt, den Außenstehende nicht nachvollziehen können. Doch Butscher erklärt seine Beweggründe: "Ich bin so ehrgeizig, dass ich immer spielen möchte. Im letzten halben Jahr bin ich oft zwischen Bank und Tribüne gependelt. Das war eine ganz schwere Zeit für mich. Ein Gespräch mit Trainer Marcel Koller hat mir die Gewissheit gegeben, dass sich die Situation auch im nächsten Jahr nicht wesentlich ändern würde."[imgbox-left]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/001/263-1280_preview.jpeg in Bochum pendelte Butscher zwischen Tribüne und Stammplatz. In Freiburg will er Führungsspieler werden. (Foto: firo)[/imgbox]

Ganz anders gestaltete sich da die Situation beim SC Freiburg. Butscher: "Der neue Trainer, der mich seit Jahren aus dem Süden kennt, sieht mich als Führungsspieler, wollte mich unbedingt haben, hat mich täglich angerufen. Das hat mir die Gewissheit gegeben, dass der Schritt von Bochum nach Freiburg der richtige ist."

Fast wäre Butscher sogar zu einem Erstligisten gewechselt: "Schade, dass es nicht geklappt hat. Aber ich hatte mich vorher schon entschieden." Neben den sportlichen Perspektiven stimmt es auch finanziell. Butscher: "Sie haben mir ein sensationell gutes Vertragsangebot gemacht. Da konnte ich gar nicht ablehnen."

Und warum hat es mit dem VfL nicht geklappt? Butscher: "Erst habe ich wochenlang gar nichts gehört. Als ich dann plötzlich gespielt habe, bekam ich einen Vertrag vorgelegt mit dem Druck, gleich in den nächsten Tagen unterschreiben zu müssen. Das hat mir überhaupt nicht gefallen, das fand ich nicht in Ordnung. Danach war ich endgültig davon überzeugt, dass ich in Bochum nicht die nötige Lobby habe."

Als Butscher dann noch erfuhr, das der VfL einen weiteren Innenverteidiger unter Vertrag nehmen will, war die Entscheidung für Freiburg endgültig gefallen. Freundin Mareen, die nach ihrem zweiten Staatsexamen im November auch nach Freiburg zieht, hatte ihr Okay gegeben. Butscher: "So lange ich Profi bin, macht sie das mit. Ich musste ihr nur versprechen, dass wir nach Beendigung meiner Karriere wieder zurück nach Bochum ziehen."

Heiko Butscher genoss die letzten Tage mit seinen Kollegen auf Mallorca. "Das war noch mal für vier Tage ein toller Abschluss. Ich hatte in Bochum zwei schöne Jahre." Das hatte der Schwabe übrigens auch Werner Altegoer nach dem letzten Spiel in Mönchengladbach gesagt: "Ich habe mich dafür bedankt, dass mir der VfL die Möglichkeit gegeben hat, den Einstieg in den Profifußball zu finden. Das werde ich dem Klub nicht vergessen."

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