Am fünften Spieltag der Landesliga Niederrhein 3 kommt es in Sonsbeck zum Derby zwischen dem heimischen SV Sonsbeck und der Mannschaft des GSV Moers. Die Sonsbecker stellen zusammen mit Tura 88 das bislang offensivstärkste Team der noch jungen Saison. Mit zwölf Toren und zehn Punkten blickt  die Mannschaft von Trainer Thomas Geist von der Tabellenspitze auf die Konkurrenz.

Landesliga 3 NR: 5. Spieltag, Vorschau & Expertentipp

Derby am Niederrhein

Moritz Rieckhoff
09. September 2006, 14:25 Uhr

Am fünften Spieltag der Landesliga Niederrhein 3 kommt es in Sonsbeck zum Derby zwischen dem heimischen SV Sonsbeck und der Mannschaft des GSV Moers. Die Sonsbecker stellen zusammen mit Tura 88 das bislang offensivstärkste Team der noch jungen Saison. Mit zwölf Toren und zehn Punkten blickt die Mannschaft von Trainer Thomas Geist von der Tabellenspitze auf die Konkurrenz.

Am vergangenen Wochenende spielte der SV erstmals „nur“ Unentschieden. Mehr als zu einem 1:1 reichte es beim TuB Bocholt nicht. Die zwei „verlorenen“ Punkte will sich der Spitzenreiter nun gegen den GSV wiederholen. Coach Thomas Geist, der die Mannschaft erst im Sommer von Vorgänger Georg Mewes übernommen hatte, erwartet den Gegner aus der Grafenstadt stärker, als es deren siebter Tabellenplatz glaubend macht: „Wir wollen zuhause natürlich immer gewinnen. Allerdings haben die Moerser eine extrem starke Truppe. Wir haben vor dieser Mannschaft Respekt aber keine Angst.“

Weiterhin weiß auch der Coach um die Besonderheiten die ein Lokalkampf mit sich bringen kann: „Ein Derby hat natürlich seine eigenen Gesetze. Ich denke wir werden vor einer tollen Kulisse spielen. Hoffentlich beflügelt das meine Jungs“. Allerdings muss der Tabellenführer gleich auf fünf Stammkräfte verzichten. Dirk van Bonn, Julian Deymann, Mike Bodden und Dennis Schmitz müssen verletzungsbedingt passen. Desweitern fehlt Defensivspieler Heiner Gesthuysen (Studienreise). Weder Angst noch Schrecken verbreitete bislang der Gegner aus Moers. Die Mannschaft von Trainer Siegfried Haupt konnte bisher kaum überzeugen und wird den hohen Ansprüchen, die vor allem die Trainer der Ligakonkurrenten vor der Saison an die Moerser stellten, bislang kaum gerecht. Von einem Aufstiegsfavoriten war da vermehrt die Rede. Wer jedoch das letzte Spiel des GSV gesehen hat, der wähnte sich angesichts der zeitgleich in der „Grafenstadt“ gastierenden Kirmes, phasenweise eher in der Geisterbahn als im Aufzug Richtung Verbandsliga. Mit Mühe und Not konnten die Schwarz-Gelben die vor der Halbzeit herausgeschossene Führung über die Zeit retten. Nur dank der Glanzparaden von Keeper Sven Schützek gewann der GSV das Spiel mit 2:1.

"Wenn wir nicht gewinnen, haben wir auf Sonsbeck bereits sechs Punkte Rückstand. Dann ist der Zug nach oben fürs erste abgefahren."

Lediglich an Tobias Terstegen ging die harsche Kritik des eigenen Trainers nach dem Spiel vorbei. Der Youngstar spielte gut, erzielte den Treffer zum Vorentscheidenden 2:0 und setzte sich auch sonst immer wieder gekonnt in Szene. Immerhin konnte der GSV bislang sieben Zähler aus den bisherigen vier Spielen holen. Coach Siegfried „Siggi“ Sonntag sieht seine Mannschaft trotz aller Misstöne selbstbewusst zum Derby an den Niederrhein fahren: „Wir gehen gestärkt in die Partie und wollen da auf jeden Fall etwas mitnehmen. Wenn wir nicht gewinnen, haben wir auf Sonsbeck bereits sechs Punkte Rückstand. Dann ist der Zug nach oben fürs erste abgefahren. Das wollen wir mit allen Mitteln verhindern“.

Verzichten muss die Sonntag-Elf auf Mike Menzel und Anil Sen. Beide sind verletzt und werden bis zum Anpfiff nicht mehr fit. Definitiv fehlen wird auch Lars Hinsdorf. Den Mittelfeldakteur setzt ein Muskelfaseriss vorerst außer Gefecht. Ob Jürgen Rominski zum Einsatz kommen wird ist ebenfalls fraglich. Eine Magen-Darm-Grippe könnte seinem Einsatz im Weg stehen. Aziz Sen ist nach überstandenem Nasenbeinbruch wieder im Kader und ist am Sonntag einsetzbar.
„Das wir jetzt soweit oben stehen überrascht vielleicht andere. Ich kenne meinen Kader und ich weiß, dass wir es in der Liga mit jedem aufnehmen können."

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Autor: Moritz Rieckhoff

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