Überaus erfolgreich waren die Judoka des Deutschen Behindertensportverbandes bei der diesjährigen Europameisterschaft der Sehgeschädigten und Blinden vom 17. bis 21. Mai in Baku, Aserbaidschan am Kaspischen Meer. Carmen und Ramona Brussig bewiesen in den Klassen bis 48 kg bzw. bis 57 kg ihre Weltklasse und wurden beide Europameisterinnen.

Blinde Judokas feiern EM-Erfolge in Aserbaidschan

Dreimal Gold durch die Brussig-Zwillinge

24. Mai 2007, 19:06 Uhr

Überaus erfolgreich waren die Judoka des Deutschen Behindertensportverbandes bei der diesjährigen Europameisterschaft der Sehgeschädigten und Blinden vom 17. bis 21. Mai in Baku, Aserbaidschan am Kaspischen Meer. Carmen und Ramona Brussig bewiesen in den Klassen bis 48 kg bzw. bis 57 kg ihre Weltklasse und wurden beide Europameisterinnen.

Kombiniert mit ihren Weltmeistertiteln des vergangenen Jahres haben die frischgebackenen Europameisterinnen ihre gute Position in der Weltrangliste gefestigt und haben dadurch eine gute Chance die Qualifikation für die Paralympics in Peking 2008 zu erreichen. Ohne Druck reisen beide Vorzeige-Judokas Ende Juli zur Weltmeisterschaft ins brasilianische Sao Paulo. Auch beim Mannschaftswettbewerb der Frauen konnten die Zwillinge mit ihrer Mannschaft im Finale Gold erringen und somit ihren 30. Geburtstag gebührend feiern.
Bei den Männern konnte Matthias Krieger in der Klasse bis 73 kg trotz einer Verletzung, die er sich im ersten Kampf gegen den amtierenden Weltmeister aus Russland zuzog, noch die Bronzemedaille erkämpfen.
Matthias Schmid erreichte in der Klasse bis 66 kg den fünften Platz und hat somit die Qualifikation für Sao Paulo erreicht. Ebenso fünfter, jedoch in der Klasse bis 100 kg, wurde Markus Upmann. Er bewies damit, dass auch mit ihm im Juli bei der Weltmeisterschaft zu rechnen ist. In der 81-Kg-Klasse wurde Sebastian Junk aus Heidelberg, der seit Wochen unter einer nicht klar diagnostizierten Ellbogenverletzung leidet, neunter. Der Weg zu den Paralympics führt für ihn nun nur noch über die direkte Qualifikation bei der WM mit einer Platzierung unter den ersten fünf. In der Klasse über 100 kg schlug sich Dominik Zilian aus Hamburg wacker und wurde siebter. Mit einem verdienten 4:1 gegen Spanien erkämpfte die Männermannschaft eine Bronzemedaille.
Insgesamt war die Europameisterschaft ein großer Erfolg für die deutschen Athleten, so dass alle Beteiligten optimistisch auf die WM im Juli 2007 und die Paralympischen Spiele 2008 blicken.

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