Saison-Ziel erreicht. So sehen es zumindest Trainer und Vorstand von Union Mülheim. Einige Fans hingegen hätten schon mehr vom Landesliga-Absteiger erwartet. Doch Oliver Kannengießer, seit der abgelaufenen Spielzeit Coach des Clubs, stellt klar:

Bezirksliga 8 Niederrhein: Union Mülheim auf dem Transfermarkt aktiv

"Es war noch nie so leicht aufzusteigen"

Heiko Gaeb
24. Mai 2007, 17:04 Uhr

Saison-Ziel erreicht. So sehen es zumindest Trainer und Vorstand von Union Mülheim. Einige Fans hingegen hätten schon mehr vom Landesliga-Absteiger erwartet. Doch Oliver Kannengießer, seit der abgelaufenen Spielzeit Coach des Clubs, stellt klar: "Wir mussten 13 neue Leute integrieren. Das geht nicht von heute auf morgen. Deshalb war das angegebene Ziel zwischen Platz vier und sieben zu landen. Das ist uns gelungen."

Desweiteren wurden im Laufe des Jahres 28 Akteure eingesetzt, so dass nie zweimal das selbe Team hintereinander auf dem Platz stand. "Entweder war jemand verletzt, gesperrt oder hatte einen anderen Grund nicht zu erscheinen. Ich jedenfalls habe nicht freiwillig so oft rotiert", erklärt der Baustoffkaufmann.

Die Bilanz aus den letzten sechs Partien ist dennoch durchaus beeindruckend: 16 Zähler konnten dort markiert werden und verhalfen den Ruhrstädtern noch zu diesem Tabellenplatz. "Das lag aber auch unter Umständen daran, dass wir zu diesem Zeitpunkt keinen Druck mehr hatten und so befreit aufspielen konnten", gesteht Kannengießer, "aber das ist eine Basis, auf der wir zur neuen Spielzeit aufbauen können." Lässt er die Saison Revue passieren, gibt er zu: "Es war noch nie so leicht aufzusteigen. Ich glaube es kommt sonst nicht vor, dass ein Team trotz sieben Saison-Niederlagen aufsteigt. Trotzdem möchte ich die Leistung von Heimaterde nicht schlecht reden. Sie sind am Ende verdient hoch gegangen."

Personell gesehen wird sich die Mannschaft aber auch zur neuen Saison mit einem anderen Gesicht präsentieren. Die Abgänge belaufen sich schon auf sechs Leute: Thilo Schröer und Nici Antweiler hören aus studientechnischen Gründen auf. Ilias Acikgöz wechselt zum Liga-Konkurrenten Preußen Duisburg, Murat Sener verlässt den Club in unbekannte Richtung, Torwart Volker Messmann zieht es wohl zum Landesligsiten TuRa 88 und Samir Assahnoun wird mit TuRu Düsseldorf in Verbindung gebracht.

"Da verlassen uns teilweise schon sehr wichtige Leute, aber da können wir nichts machen. Wir wünschen ihnen alles Gute für die weitere Zukunft", erklärt der Trainer. Doch der Verein hat auch schon Neuzgänge präsentiert: Mit Cengiz Demirkan stößt ein Abwehrspieler aus der eigenen A-Jugend in die Mannschaft. Von Ratingen 04 kommen mit Keeper Markus Hangert und Björn Benzinger gleich zwei Akteure. Desweiteren stoßen mit Simon Cech (Rellinghausen 06) und Gökhan Türk (Rot-Weiss Essen II) zwei weitere Defensiv-Spezialisten dazu. "Wir haben in der abgelaufenen Spielzeit 51 Gegentore kassiert. Das sind mindestens 20 zu viel", kündigt Kannengießer an. Die Vierer-Abwehrkette, die der 42-Jährige schon zu Beginn der letzten Spielzeit einführte, diese aus Mangel an Personal aber in der Rückrunde wieder abschaffte, möchte der Union-Linienchef erneut ausprobieren: "Dafür brauche ich gutes Personal und ich denke, dass wir diesbezüglich jetzt gut aufgerüstet haben."

Außerdem muss man sich ganz vorne verstärken. Eine Sache, die von Nöten ist. "Wir haben teilweise einfach nur schönen Fußball gespielt, dabei aber das Toreschießen gänzlich vergessen", sieht Kannengießer einen Grund dafür, dass sein Team nicht weiter oben landete.

"Zur neuen Saison wollen wir uns verbessern. Wir peilen den dritten Rang an", verrät der Coach augenzwinkernd. Im Umfeld geht man durchaus davon aus, dass das Team um den Aufstieg mitspielen wird.

Autor: Heiko Gaeb

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