Die aktuelle Saison ist noch nicht beendet, da gibt es im Gelsenkirchener Amateurfußball bereits den ersten Aufreger der Spielzeit 2007/08. Die kurzfristige Absage von FC Njegos für die Feldstadtmeisterschaft 2007 in Gelsenkirchen, die vom 19. Juli bis zum 29. Juli ausgetragen wird und die Erteilung einer Wildcard zu Gunsten des Bezirksligisten SV Hessler 06, sorgte für Unmut. Vor allem beim unterlegenen Team in der Qualifikationsrunde, ETuS Gelsenkirchen, ging man nach dem Rückzug von FC Njegos davon aus, weiter an der Stadtmeisterschaft teilnehmen zu können.

Kreis Gelsenkirchen: Unruhe vor der Feldstadtmeisterschaft

"Wir fühlen uns übergangen und benachteiligt"

sb
23. Mai 2007, 10:32 Uhr

Die aktuelle Saison ist noch nicht beendet, da gibt es im Gelsenkirchener Amateurfußball bereits den ersten Aufreger der Spielzeit 2007/08. Die kurzfristige Absage von FC Njegos für die Feldstadtmeisterschaft 2007 in Gelsenkirchen, die vom 19. Juli bis zum 29. Juli ausgetragen wird und die Erteilung einer Wildcard zu Gunsten des Bezirksligisten SV Hessler 06, sorgte für Unmut. Vor allem beim unterlegenen Team in der Qualifikationsrunde, ETuS Gelsenkirchen, ging man nach dem Rückzug von FC Njegos davon aus, weiter an der Stadtmeisterschaft teilnehmen zu können.

Ein Beschwerdebrief von ETuS Gelsenkirchen erreichte, dass der Vorstand des A-Ligisten und die Staffelleiter sich am Dienstagabend zu einem Klärungsgespräch trafen. RevierSport Online fragte bei den Beteiligten nach: Was war da los?

Peter Besan (Staffelleiter Feldstadtmeisterschaft): "Wir haben uns nach der Absage vom FC Njegos entschieden, den SV Heßler 06 mit ins Boot zu nehmen. Heßler erhält eine „Wildcard“ dafür, das der Verein die Vorrunde, die wie bereits in den Jahren zuvor im Jahn-Stadion ausgetragen wird, veranstaltet. Bei der Auslosung hatten die Vereine die Möglichkeit, Beschwerde einzulegen, dies ist aber nicht geschehen. Das Turnier wird dementsprechend so stattfinden, wie es die Auslosung ergeben hat."

Peter Schreiner (1. Vorsitzender ETuS Gelsenkirchen): "Am Tag der Auslosung haben uns die Verantwortlichen des FC Njegos mitgeteilt, dass der Verein auf eine Teilnahme an die Feldstadtmeisterschaft verzichtet. Der FC kann zum Austragungszeitpunkt der Endrunde keine spielfähige Mannschaft zusammenstellen, weil die meisten Spieler sich im Urlaub befinden. Nach dem Rückzug von Njegos sind wir davon ausgegangen, dass wir als unterlegene Mannschaft in der Qualifikation weiter an diesem Wettbewerb teilnehmen werden. Der Verzicht eines Vereines ist unseres Erachtens mit einem Nichtantreten einer Mannschaft zu vergleichen, so wie im Falle der Partie zwischen Westfalia 04 Gelsenkirchen und STV Horst-Emscher Husaren, zu dem die STV Horst-Emscher Husaren nicht angetreten ist und sich somit Westfalia 04 für die Endrunde zur Feldstadtmeisterschaft qualifiziert hat.

Zu unserem Unverständnis hat aber die Staffelleitung entschieden, der SV Heßler 06 eine Wild Card zu erteilen. Der Vorstand des ETuS Gelsenkirchen kann diese Entscheidung absolut nicht nachvollziehen. Wir haben aus dem Grund eine Beschwerde beim Kreis eingereicht, haben aber auf einen Einspruch verzichtet. Am gestrigen Abend fand ein Gespräch zwischen der Staffelleitung und unserem Vorstand statt, in dem wir deutlich gemacht haben, dass die Entscheidung des Kreises sportlich nicht richtig ist. Wir fühlen uns übergangen und benachteiligt. Wir verzichten auf eine Teilnahme und werden keine weiteren Schritte unternehmen, wollten aber mit unserer Aktion auf die Defizite im Kreis aufmerksam machen. Mit diesem Schritt wollten wir nicht eine Teilnahme erzwingen, sondern zeigen, dass es so nicht geht. Die Staffelleitung hat uns versichert, dass ab dem nächsten Jahr es eine Turnierordnung geben wird und die Vereine sich für die Ausrichtung der Stadtmeisterschaft bewerben können und die Spielorte nicht mehr festgelegt werden."

Gerd Eschenröder (Geschäftsführer ETuS Gelsenkirchen und Staffelleiter Kreisliga A1 und C1 Gelsenkirchen): "Ich war bei der Auslosung anwesend, befand mich da jedoch nicht in meiner Funktion als Geschäftsführer von ETuS Gelsenkirchen. Aus diesem Grund habe ich die Entscheidung des Kreises dem restlichen Vorstand von ETuS mitgeteilt. Wir haben genug kompetente Leute im Vorstand, die auf diese Sache reagieren können. Ich finde die Entscheidung der Staffelleitung ungewöhnlich, aber durch meine doppelte Funktion sitze ich zwischen zwei Stühlen und möchte mich deswegen aus der Sache soweit wie möglich raushalten."

Autor: sb

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