Freude am linken Niederrhein: Der VfL Rheinhausen 95/13 ist nach zwei Jahren bitterer Kreisklassen-Realität wieder zurück in der Bezirksliga. Bereits am vorletzten Spieltag qualifizierte sich die von Ingolf Matthes trainierte Mannschaft mit einem 2:1-Sieg über den SV Repelen für höhere Aufgaben. Das der Zweitplazierte am Wochenende das letzte Saisonspiel mit 0:2 verlor, störte im Duisburger Westen niemanden mehr.

Kreis Moers: "Von den Unkonstantesten die Konstantesten"

"Von den Unkonstanten die Konstantesten"

Moritz Rieckhoff
22. Mai 2007, 13:13 Uhr

Freude am linken Niederrhein: Der VfL Rheinhausen 95/13 ist nach zwei Jahren bitterer Kreisklassen-Realität wieder zurück in der Bezirksliga. Bereits am vorletzten Spieltag qualifizierte sich die von Ingolf Matthes trainierte Mannschaft mit einem 2:1-Sieg über den SV Repelen für höhere Aufgaben. Das der Zweitplazierte am Wochenende das letzte Saisonspiel mit 0:2 verlor, störte im Duisburger Westen niemanden mehr.

Rückblickend auf eine turbulente Spielzeit lässt sich feststellen: Der Aufstieg des OSC-Lokalrivalen hing lange Zeit am seidenen Faden. Zu unkonstant waren die Leistungen der 95er über weite Strecken der Saison. Hohen Siegen folgten unnötige Niederlagen. Acht Mal ging die Matthes-Elf als Verlierer vom Platz. Ende Oktober waren es gar sieben Punkte Rückstand auf den zweiten Tabellenrang. Der Platz an der Sonne war eh nie in Schlagdistanz. Souverän residierte dort fast die komplette Spielzeit der TuS Preußen Vluyn, mit 74 Zählern überlegener Meister. So haben es Matthes und sein Team auch der Konkurrenz aus Kamp, Asterlagen, Meerfeld und Moers (GSV II) zu verdanken, dass es am Ende mit 58 Punkten zum großen Glück reichte.

Treffend bringt es der 43-jährige Linienchef auf den Punkt: "Von den Unkonstanten waren wir noch die Konstantesten". Und deshalb widmet man sich am Rhein auch jetzt schon voll und ganz den kommenden Aufgaben. Während der Kader zusammenbleibt, hat Fußball-Abteilungsleiter Wolfgang Wischinski mit seinem Team bereits die ersten Neuzugänge an Land gezogen. Andreas Wrobel und Mike Kannenberg kommen vom Kreisliga-A- Vertreter Duisburg 08, Torwarttalent Sebastian Schröder vom TuS Baerl. Mindestens zwei weitere Kicker sollen noch folgen.

Speziell von Stürmer Kannenberg erhofft sich Wischinski neue Impulse für den Angriff: "In der Offensive hatten wir zuletzt zu wenig Durchschlagskraft. Ich denke, dass wir mit Mike Kannenberg einen weiteren guten Stürmer gefunden haben." Der sportliche Leiter weiß: "Die nächste Saison wird sehr hart für uns. Ein guter Knipser reicht da nicht."[imgbox-right]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/002/068-2096_preview.jpeg Mit 15 Treffern erfolgreichster Torschütze beim VfL Rheinhausen: Tolga Bastuk[/imgbox]

Ein weitere Vorteil für Kannenberg: Der Goalgetter kickte in der MSV-Jugend zusammen mit Rheinhausens Top-Torjäger Tolga Bastuk (15 Treffer). "Das könnte ein tolles Gespann werden", freut sich Coach Matthes, um im gleichen Atemzug übersteigerte Erwartungen im Keim zu ersticken: "Wir sind uns im Verein alle einig. Für uns zählt nur der Klassenerhalt, sonst nichts." Mit Spannung wartet der Klub nun auf die Einteilung der Ligen am 31.Mai. Gut möglich, dass der VfL dann der Bezirksliga 6 zugeteilt wird. "Das", so befindet zumindest der in Moers-Asberg wohnende 95-Coach, "wäre schön, denn dann hätten wir eine Menge Derbys, viele Rasenplätze und eine Menge Spiele gegen Mannschaften, die wir bereits aus unserer letzten Liga-Zugehörigkeit vor zwei Jahren kennen."

Autor: Moritz Rieckhoff

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