Adler!“ - „Frintrop!“ - Die lautstarken Wechselrufe an der Sportanlage am Wasserturm in Essen-Frintrop ließen schon erahnen, dass etwas Besonderes in der Luft liegt. Wenn dann auch noch die erste Mannschaft des DJK Adler Essen-Frintrop nach dem Schlusspfiff mit Sektflaschen bewaffnet den Platz stürmt, um die Spieler der zweiten nach ihrem Sieg in einem Freudenknäuel zu begraben, bedeutet das den Aufstieg beider Teams. Ein Doppelaufstieg an einem Spieltag - das ist auch im Revier etwas Besonderes.

Frintroper feiern Doppelaufstieg am letzten Spieltag

Adler im Höhenflug

fmi
22. Mai 2007, 00:16 Uhr

Adler!“ - „Frintrop!“ - Die lautstarken Wechselrufe an der Sportanlage am Wasserturm in Essen-Frintrop ließen schon erahnen, dass etwas Besonderes in der Luft liegt. Wenn dann auch noch die erste Mannschaft des DJK Adler Essen-Frintrop nach dem Schlusspfiff mit Sektflaschen bewaffnet den Platz stürmt, um die Spieler der zweiten nach ihrem Sieg in einem Freudenknäuel zu begraben, bedeutet das den Aufstieg beider Teams. Ein Doppelaufstieg an einem Spieltag - das ist auch im Revier etwas Besonderes.

Nachdem die erste Mannschaft der Adler mit einem 3:1-Sieg über TuS Essen-West nächste Saison in der Bezirksliga antritt, kann das zweite Team der Frintroper für die Kreisliga A melden. Der Vorstandsvorsitzende Stefan Köther: "„Wenn es einer verdient hat aufzusteigen, dann wir.“ Das Publikum sah das ebenso. "„Ich glaube, so etwas gab es bei uns seit 40 Jahren nicht mehr, dass gleich zwei Mannschaften aufgestiegen sind“", erinnert sich einer der 420 Zuschauer.

In den vergangenen Spielzeiten scheiterte der Bezirksligaaufsteiger Adler Frintrop I immer mit nur wenigen Punkten. Diesmal hatten die Adler das Glück auf ihrer Seite. Das haben sie sich auch hart erkämpft, findet Köther: "„Mit sieben Siegen aus den letzten sieben Partien haben die Spieler eine
sensationelle Leistung gezeigt“."

Nach zahllosen Bier- und Sektduschen ist Interimscoach Mario Romero auch etwas traurig: "„Natürlich gehe ich mit zwei weinenden Augen“", erklärt ein ausgelassener Romero das Ende seiner Tätigkeit.

Ein weiterer kleiner Stimmungsdämpfer ist die Verletzung von
Kapitän Christian Koch, der nach 55 Spielminuten ausgewechselt werden musste, vom Krankenhaus aber wieder umgehend zurück zur abendlichen Siegesfeier stieß.

Zuvor hatten die Frintroper es aber noch mal spannend gemacht. Erst zwei späte Tore von Dennis Peters und Sascha Katzke entschieden die Partie gegen ein starkes TuS Essen-West, das letztlich aber verdient unterlag.

Ein ganz ähnliches Bild lieferte zwei Stunden später die zweite Mannschaft der Frintroper. Nicht nur, dass auch sie mit drei Punkten Vorsprung ins Saisonfinale gingen, sondern auch, weil die Spieler genauso motiviert loslegten, wie die Jungs aus der „Ersten“. Auch sie beherrschten Ball und Gegner über weite Strecken, auch sie hätten das Spiel viel früher schon
entscheiden können. Und auch sie feierten am Ende lauthals ihren Aufstieg.

„"Stark genug für die Kreisliga A sind die allemal“", freut sich Vorstand Köther, während die Spieler beider Erfolgsmannschaften freudetrunken "You'll never walk alone“" anstimmten. Und wenn die Teams auch in der nächsten Spielzeit
weiterhin so begeistert Fußball spielen, brauchen sie sich darum keine Sorgen machen.

Autor: fmi

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