Die Nachricht schlägt wie eine Bombe ein. Düsseldorfs Keeper Tobias Ritz wird in der kommenden Saison nicht mehr den Kasten der TuRU hüten, wechselt zum Liga-Konkurrenten ETB Schwarz-Weiß. Die Essener waren bereits vor einem Jahr an Ritz interessiert, doch damals kam ein Engagement nicht zu Stande.
Doch jetzt hat ETB-Manager Toni Pointinger Nägel mit Köpfen gemacht und den Bankkaufmann an den Uhlenkrug gelotst.

DÜSSELDORF: Solingens Gashi in trockenen Tüchern

Keeper Ritz nach Essen

tr
18. Mai 2007, 09:13 Uhr

Die Nachricht schlägt wie eine Bombe ein. Düsseldorfs Keeper Tobias Ritz wird in der kommenden Saison nicht mehr den Kasten der TuRU hüten, wechselt zum Liga-Konkurrenten ETB Schwarz-Weiß. Die Essener waren bereits vor einem Jahr an Ritz interessiert, doch damals kam ein Engagement nicht zu Stande.
Doch jetzt hat ETB-Manager Toni Pointinger Nägel mit Köpfen gemacht und den Bankkaufmann an den Uhlenkrug gelotst.

"Es ist für meine persönliche Situation einfach klasse", berichtet Ritz, der nur wenige Kilometer von seiner neuen Spielstätte entfernt wohnt: "Ich brauche keine zehn Minuten mehr zum Training. Außerdem sehe ich beim ETB eine sportlich sehr gute Perspektive unter die ersten vier Teams zu kommen. Bei der TuRU bin ich da nicht so optimistisch."
Vollkommen überzeugt sind die Essener allerdings von ihrem Überraschungs-Coup. Denn Ritz hat sich in den letzten Jahren durch seine konstant guten Leistungen auf die Wunschzettel etlicher Vereine gehalten.

Trotz des Abschieds aus der Landeshauptstadt, in der sich Ritz immer "pudelwohl fühlte", hält er große Stücke auf die TuRU: "Ich bin in Düsseldorf mit allen super ausgekommen. Es tut mir menschlich leid, aber sportlich muss ich diesen Schritt einfach vollziehen. Unser Chef Heinz Schneider hat mir auch keine Steine in den Weg gelegt, sondern hat die Nähe zum ETB eingesehen. Ich werde auch in Zukunft ein freundschaftliches Verhältnis zu allen Leuten in Düsseldorf pflegen." Besonders leidet Ritz mit Coach Frank Benatelli, der sich jetzt auf die Suche nach einer neuen Nummer eins machen muss: "Dass es so kurzfristig ging, war nicht geplant", erklärt Ritz: "Wir hatten ein phantastisches Vertrauensverhältnis, aber diese Möglichkeit kann ich nicht vorbei ziehen lassen."

Verständlich, denn der ehemalige Dortmunder Borusse hegt für die kommenden Spielzeit große Ambitionen: "Wir wollen unter die ersten vier Teams kommen, die sich für die Regionalliga qualifizieren werden", ballt der Torhüter, der in Essen seine ehemaligen Weggefährten Björn Grallert und Michael Jost wiedersehen wird, die Faust: "Das werden zwar auch etliche andere Vereine vorhaben, so dass es sehr eng wird. Aber wenn man sieht, wie sich Schwarz-Weiß nach der anfänglichen schwachen Phase gefangen hat, ist es eine realistische Möglichkeit."

Während Ritz den Club verlässt, kann Schneider allerdings einen weiteren Neuzugang präsentieren. Denn der Unternehmer hat den Vertrag mit Adnan Gashi nun in trockene Tücher gebracht. Der 29-jährige Mittelfeldspieler kommt vom Oberliga-Konkurrenten Union Solingen.

Autor: tr

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