Wer im Pokal-Match gegen Velbert einen Blick auf die Wuppertaler Trainer-Stühle warf, der sah dort Wolfgang Jerat und Joachim Hopp sitzen. Ein dritter Platz für Uwe Fuchs musste nicht bereitgestellt werden, weil der WSV Borussia rechtzeitig vor dem Anpfiff eine Einigung mit dem nun auch offiziellen Ex-Coach traf.

WSV BORUSSIA: Fuchs-Einigung und Lob für Jerat

Kandidaten Mehnert, Sowislo, Erwig

gri
18. Mai 2007, 09:07 Uhr

Wer im Pokal-Match gegen Velbert einen Blick auf die Wuppertaler Trainer-Stühle warf, der sah dort Wolfgang Jerat und Joachim Hopp sitzen. Ein dritter Platz für Uwe Fuchs musste nicht bereitgestellt werden, weil der WSV Borussia rechtzeitig vor dem Anpfiff eine Einigung mit dem nun auch offiziellen Ex-Coach traf. "Wir haben uns am Montag zusammengesetzt und eine Lösung gefunden", berichtet WSV-Präsident Friedhelm Runge.

Der bis zum 30. Juni 2008 laufende Vertrag wurde mit sofortiger Wirkung aufgelöst, dafür erhält Fuchs eine einmalige Abfindung. "Das ist wesentlich preiswerter für uns als eine Fortzahlung der Bezüge gewesen wäre", bemerkt Runge, der im Anschluss an die Trennung sogar noch bei einem guten Rotwein mit Fuchs über den Fußball fachsimpelte. Ein schneller Friedensschluss nach der Posse um die gerichtlich erwirkte Weiterbeschäftigung? "Natürlich war das eine Enttäuschung, aber Uwe hat gemerkt, dass er sich lächerlich macht", gibt sich der Funktionär versöhnlich: "Man sieht sich doch immer zwei Mal im Fußball."

Im Falle von Jerat sogar drei Mal. Und tatsächlich könnte die Beschäftigung des Linien-Chefs durchaus weiter als nur bis zum Saisonende laufen, nachdem er bereits von 1990 bis 1992 und 1996/97 für die Bergischen verantwortlich war. Zwar betont Runge: "Die Entscheidung fällt erst nach dem letzten Saison-Spiel." Aber zwischen den Zeilen spricht vieles für einen längeren Verbleib des Ex-Kölners. "Ich sehe, dass die Mannschaft Fußball spielt und wieder ein System hat, es ist ein guter Weg zu erkennen. Ich weiß, was Jerat als Trainer kann. Er hat das Vertrauen verdient", betont der Unternehmer. Und auch der Gelobte erklärt:

"Es gibt keinen Grund, etwas zu ändern." Das gilt allerdings nicht für die Mannschaft, an deren Gesicht für die kommende Serie Jerat bereits mitwirkt. Am Wochenende weilte er mit Runge beim Match zwischen Preußen Münster und Schalke II. Nicht nur wegen dem königsblauen Angreifer Christian Erwig, "den wir seit längerem im Blick haben", wie Jerat erklärt (siehe Seite 28). Sondern auch wegen den Ex-Wuppertalern Björn Mehnert und Marius Sowislo, mit denen Runge am Rande des Velbert-Spiels das Gespräch suchte. Der Präsident: "Das sind ebenso wie Marc Narewsky Spieler, die uns weiterhelfen können."

Autor: gri

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