Aller guten Dinge sind vier. Der SC Verl hat es im vierten Anlauf geschafft und ist in die Regionalliga zurückgekehrt. Drei Spieltage vor dem Ligakehraus ist der Mannschaft von Trainer Mario Ermisch der Titel nicht mehr zu nehmen, da die Verfolger Bielefeld II und Schalke II patzten und der SC seine Aufgabe mit 4:0 gegen Oestrich souverän meisterte.

SC VERL: Ermisch schafft Regionalliga-Rückkehr

"Kulturelle Akzente setzen"

tr
17. Mai 2007, 21:42 Uhr

Aller guten Dinge sind vier. Der SC Verl hat es im vierten Anlauf geschafft und ist in die Regionalliga zurückgekehrt. Drei Spieltage vor dem Ligakehraus ist der Mannschaft von Trainer Mario Ermisch der Titel nicht mehr zu nehmen, da die Verfolger Bielefeld II und Schalke II patzten und der SC seine Aufgabe mit 4:0 gegen Oestrich souverän meisterte. "Damit gehören wir nun wieder zu den 72 Profi-Vereinen in Deutschland", triumphiert SCV-Präsident Peter Mankartz und schiebt nach: "Wir haben lange

hart für diesen Moment gearbeitet, ab jetzt wird nur noch gefeiert. Besonders stolz bin darauf, dass wir im Gegensatz zu Preußen Münster nicht um jeden Preis unser großes Ziel erreicht haben."

Besonders für Ermisch ist der Sprung nach oben ein ganz besonderes Erlebnis. Denn der Rechtsanwalt, der vom VfB Fichte Bielefeld an die Poststraße wechselte, hat in der Vergangenheit eine schlagkräftige Mannschaft auf die Beine gestellt. Das Team ist gewachsen und hat auch gute Chancen, sich in der dritten Klasse zu etablieren. Wichtig für Ermisch: die Qualifikation für die neue Regionalliga ist schon in der Tasche. "Wir können ja nicht absteigen", blickt Ermisch auf eine entspannt Spielzeit: "Wir werden aber nicht sagen, dass wir das Jahr irgendwie rumkriegen wollen. Platz 17 kann nicht das Ziel sein, sonst kann ich das Training auch vom Handy aus führen. Welchen Rang wir anstreben werden, kann man aber erst sagen, wenn der Kader festgezurrt ist." Und daran arbeiten Ermisch und Mankartz. "Wir kriegen derzeit so viele Spieler angeboten, aber ich setze weiter auf junge, hungrige Akteure."

Am heutigen Donnerstag steht für Verl das Endspiel im Krombacher-Pokal gegen Rot-Weiss Ahlen an. "Es gibt für uns kein I-Tüpfelchen mehr", winkt Ermisch ab. "Wir sind sowieso im DFB-Pokal vertreten. Wir wollen natürlich gewinnen, aber die Konzentration wird nicht mehr so da sein. Noch etwas zu erreichen, ist in dieser Saison nicht mehr möglich. Außer eventuell den Briefkopf zu verändern, aber das kostet auch wieder Geld." Euros, die viel lieber für in eine gelungene Aufstiegs-Party investiert werden sollen.

"Die erste, spontane Sause war schon klasse, aber wir werden noch einmal nachlegen", verspricht Ermisch eine Freibier-Fete beim Match gegen Bielefeld II: "Die genaue Feierlichkeiten werden wir noch besprechen, aber man kann sich sicher sein, dass wir noch einige Akzente in kultureller Hinsicht setzen werden."

Klar ist bei dieser Euphorie auch, dass Mankartz Ermisch einen neuen Vertrag angeboten hat. "Bis auf zwei, drei Kleinigkeiten sind wir uns einig", wird Ermisch dem SC auf jeden Fall treu bleiben und die Regionalliga-Früchte seiner Arbeit ernten.

Autor: tr

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