Erstklassiges Ambiente! Ohne einen Stein anzubauen oder zu verändern kann TUSEM Essen das am kommenden Samstag vollziehen, es muss

TUSEM: Pfänder vor dem „Finale“ gelassen

„Wird ein kampfbetontes Spiel“

17. Mai 2007, 17:58 Uhr

Erstklassiges Ambiente! Ohne einen Stein anzubauen oder zu verändern kann TUSEM Essen das am kommenden Samstag vollziehen, es muss "nur" gegen den punktgleichen TSV Bayer Dormagen bestanden werden. Ein Remis reicht Tabellenführer TUSEM, um den aktuellen Zweiten Bayer auch auf Distanz zu halten. Somit - das Hinspiel endete 28:28 - wäre dann der Durchmarsch aus der Regionalliga in die Bundesliga geschafft.

Anwurf zum Schocker in der Sporthalle am Stoppenberger Hallo ist um 19.30 Uhr, der Bau ist seit Wochen mit knapp 3000 Plätzen ausverkauft, ein prickelnde Atmosphäre sollte garantiert sein, Bayer ist mit etlichen hundert Fans an der Kulisse beteiligt. Alles unter den wachsamen Schiri-Augen des Bundesliga-Gespanns Fleisch/Rieber (Stuttgart), eine angebrachte unparteiische Top-Besetzung.

Ein Stück deutscher Handballtradition soll nach dem Schlusspfiff wieder in der Bel-Etage ihr zuhause haben, vom ehemaligen Pleite-Club zum neuerlichen Renommee-Garanten, ohne den Umweg über die Relegation, die im Rahmen eines Hin- und Rückspiels gegen den Vize der Gruppe Nord stattfindet. Das ist der Stralsunder HV. Wer sich in dieser Auseinandersetzung durchsetzt, trifft noch zweimal auf den Drittletzten der 1. Bundesliga - aktuell die HSG Wetzlar. Dafür wird auch am heutigen Christi Himmelfahrt malocht. Der TUSEM ist seit dem ersten Spieltag Spitzenreiter der 2. Bundesliga Süd, der Titel, belohnt durch einen Pokal, wäre auch logisch. RS unterhielt sich mit Jens Pfänder, TUSEM-Coach
Jens Pfänder, waren Sie schon einmal in Stralsund?
Wo liegt das? Damit befasse ich mich nicht. Ich denke nur an die Partie gegen Dormagen.
Gibt das am Samstag eine Schlacht?

Der Begriff gefällt mir nicht besonders. Klar ist aber, dass es ein sehr kampfbetontes Spiel wird. Beide Mannschaften und auch beide Fanlager werden an ihre Grenzen gehen.

Machen Sie unter der Woche irgend etwas Spezielles zur Vorbereitung?

Nein, nicht wirklich. Wir bereiten uns genauso professionell auf den Gegner vor, wie sonst auch immer. Allerdings muss ich sagen, dass bei allen eine gewisse Anspannung zu spüren ist, auch bei mir. Schließlich ist es das Endspiel, auf das wir seit Wochen hinarbeiten.
Wird es Dormagen am Samstag etwas nutzen, dass man der Truppe zubilligt, den schönsten Handball der Klasse zu zeigen?
Die Geschichte von solchen Endspielen zeigt, dass es eher um das kämpferische Element geht. Die Spieler sind in einem bestimmten Maß nervös, da können schon mal Sachen schief gehen. Es wird eher um Einsatz als um Schönspielen gehen.

Das Hinspiel endete 28:28, wenige Minuten vor dem Ende lag der TUSEM noch mit 22:26 hinten.

Das stimmt. Wenn ich aber ehrlich bin, habe ich mich mit den Spielen vor meine Amtszeit nicht befasst. Ich weiß gar nicht, ob eine DVD von der Partie existiert. Es würde mich auch nicht interessieren, das Hinspiel ist Vergangenheit.

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