Wenn nicht jetzt, wann dann? Wer hat schon Bock im Essener Umfeld, unbedingt mit der Rettung bis zum Endspiel in Duisburg am 20. Mai (MSV-Arena, 14 h) zu warten. Am heutigen Sonntag, 13. Mai, soll ab 14 Uhr Burghausen leiden, endgültig in die Drittklassigkeit geschossen werden. Wacker muss gewinnen, alles andere bedeutet den Garaus für die Gäste. Siegt Essen und Haching nicht zuhause gegen Fürth, wird RWE von der Truppe von Coach Werner Lorant nicht mehr einzuholen sein. Verliert Offenbach in Köln oder Jena zuhause gegen Kaiserslautern, wäre derjenige mindestens drei Zähler sowie um ein -16 schlechteres Torverhältnis zurück.

RWE muss Wacker über die Klassen-Klippe befördern

"Bombastisch" für den Ligaerhalt

og
12. Mai 2007, 20:19 Uhr

Wenn nicht jetzt, wann dann? Wer hat schon Bock im Essener Umfeld, unbedingt mit der Rettung bis zum Endspiel in Duisburg am 20. Mai (MSV-Arena, 14 h) zu warten. Am heutigen Sonntag, 13. Mai, soll ab 14 Uhr Burghausen leiden, endgültig in die Drittklassigkeit geschossen werden. Wacker muss gewinnen, alles andere bedeutet den Garaus für die Gäste. Siegt Essen und Haching nicht zuhause gegen Fürth, wird RWE von der Truppe von Coach Werner Lorant nicht mehr einzuholen sein. Verliert Offenbach in Köln oder Jena zuhause gegen Kaiserslautern, wäre derjenige mindestens drei Zähler sowie um ein -16 schlechteres Torverhältnis zurück.

RWE-Coach Lorenz-Günther Köstner: "Dann müsste es schon mit dem Teufel zu gehen, aber es gab schon Spiele..." Fakt: Rechnerisch ist die RWE-Rettung auch heute noch nicht möglich. "Volldampf", ruft Köstner aus, 180 Minuten sind zu absolvieren. Es wäre auch mal wieder passend, der letzte Heimerfolg war das 5:0 gegen den 1. FC Köln.
[imgbox-left]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/000/448-452_preview.jpeg Foto: firo.
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Der Fußball-Lehrer erklärt jedem einen Absage, der "das Duell gegen Wacker als Selbstläufer" ansieht, "dass es so was nicht gibt, konnte doch jeder beim Match MSV gegen Köln sehen." Das Köln gewann. Aber auch er kann nicht abstreiten, dass die Chancen für den aktuellen Tabellendreizehnten richtig gut sind. Der 55-Jährige diagnostiziert "richtig Fahrt" in der Klasse, überraschende Resultate lassen viele Expertenmeinungen platzen. Köstner: "Alles läuft über die korrekte Einstellung." Die RWE mit der aktuell zweitbesten Rückrunden-Defensive ausstattet, 21 Zähler wurden geholt.

Köstner spricht von "einem verschworenen Haufen." In dem so einige Akteure keinen Platz finden: Macchambes Younga-Mouhani, Paulo Sergio, Alex Löbe, Stijn Haeldermans, Florian Thorwart, André Maczkowiak, Denis Epstein. Grenzgänger sind: Daniel Masuch, Michael Bemben, Ronny Nikol, Dimitrios Grammozis. Der Coach wie üblich bissig: "Unsere sogenannten Spielmacher haben sich verpisst, schlecht trainiert." Harte Worte, wobei man sich fragt, ob diese Art verbales Abgleiten sein muss.

Der Erfolg in Fürth (2:0) gibt wenig Anlass, Änderungen vorzunehmen, auch wenn ein Martin Hysky wieder fit zur Verfügung steht. "Unabhängig davon, überlege ich natürlich, ob Michael Lorenz in der Startelf verbleibt." Auf der Hysky-Position in der Innenverteidigung. Auch Serkan Calik macht der ehemalige Karlsruher Mut. "Er zeigt sich, ist wieder da, sorgte zum Beispiel gegen Rostock für viel Unruhe nach seiner Einwechselung." Was ihm in Fürth nichts brachte, da schmorte der wechselwillige U21-Nationalspieler auf der Bank. "Wir hatten ein längeres Gespräch", erklärt Köstner. Wohl auch über die potenzielle Abwanderung des Stürmers. Istanbul kann das Ziel sein, genau wie bei Kollege Baris Özbek. "Man hat ihm den Kopf verdreht", legt sich Köstner fest. So ist professioneller Fußball.

Köstner: "Ich hatte lange überlegt, Serkan in Fürth in die Startelf zu nehmen, mich dann aber für Solomon Okoronkwo entschieden." Der sich in Köstners Augen gewandelt hat. "Er hat den Kampf angenommen, am Anfang wollte er nur spielen." Unter der Woche war der ausgeliehene Berliner erkältet. Wenn Essen drin bleibt, wird es keine Sondervergütung vom Club geben, "die vertraglich so nicht vorgesehen ist", wie Nico Schäfer, geschäftsführendes Vorstandsmitglied, erklärt. Köster erwähnt, dass es zweimal allerdings eine Öffnung der Schatulle gegeben habe, für die er sich verwendet haben will.

Köstner fordert: "Es muss weiter Gas gegeben werden." Hinten angefangen, vorne abgeschlossen. Auch wenn Köstner zum wiederholten Mal konstatiert. "Wir haben keinen Torjäger, den können wir uns auch nicht backen." Den Gestalter in der Kreativgestaltung auch nicht. Köstner: "Davon geschlichen." Und der Rest? Köstner: "Lieferte bombastische Leistungen ab." Und muss noch zweimal explodieren.

Autor: og

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