Gestern Nachmittag in Berlin. Die Mannschaft von Borussia Dortmund sitzt nach dem Training zusammen, sieht sich gemeinsam im Fernsehen den West-Kracher der BVB-Profis gegen Schalke 04 an. Heute sind die Youngster selbst am Zug, müssen die Hürde bei Absteiger Hertha BSC II lösen. Verstärkung traf per Zug ein.

BORUSSIA DORTMUND II: Trio reiste per Zug nach

Schneider: "Schlüssel-Spiel"

tt
12. Mai 2007, 20:16 Uhr

Gestern Nachmittag in Berlin. Die Mannschaft von Borussia Dortmund sitzt nach dem Training zusammen, sieht sich gemeinsam im Fernsehen den West-Kracher der BVB-Profis gegen Schalke 04 an. Heute sind die Youngster selbst am Zug, müssen die Hürde bei Absteiger Hertha BSC II lösen. Verstärkung traf per Zug ein.

Sören Pirson, Nuri Sahin und Daniel Gordon, gestern noch im Bundesliga-Kader, sollen an der Spree mit dafür sorgen, dass die Punkte ins Revier wandern. Trainer Theo Schneider: "Unter der Woche hatte Hertha noch verlauten lassen, dass sie die letzte Chance nutzen wollen. Da Kiel aber gegen Ahlen gewonnen hat, können sie das rettende Ufer nicht mehr erreichen. Trotzdem werden wir die Aufgabe nicht auf die leichte Schulter nehmen, wir sind selbst oft genug in der Außenseiter-Rolle und wissen deswegen, was da alles passieren kann."[imgbox-left]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/001/919-1943_preview.jpeg Hilft in der Regionalliga aus: Nuri Sahin. (Foto: firo)[/imgbox]

Die Taktik wird Schneider im Vergleich zu den Vorwochen nicht ändern, auch wenn ein Dreier-Paukenschlag sicherlich helfen würde. "Sicherlich ist die Partie in Berlin ein Schlüssel-Spiel, aber ich weiß auch, dass man nicht jedes Spiel gewinnen kann", bleibt der Ex-Profi cool, "selbst mit einem Punkt würde unsere Ausgangs-Position gut aussehen, weil Konkurrent Kiel am nächsten Wochenende nach Osnabrück muss und wir zuhause Union Berlin zu Gast haben. Da könnte weiterer Boden gutgemacht werden."

Langer Atem ist definitiv erforderlich, möglicherweise zieht sich das Unternehmen Klassenerhalt – parallel zu den höherklassigen Ligen – bis zum allerletzten Spiel hin. Schneider: "Wir müssen Geduld haben. Durch drei Siege in Serie über Bremen II; Wuppertal und Lübeck haben wir Rückenwind bekommen und unsere Situation immer weiter verbessert. Trotzdem reicht das noch nicht, der Weg ist weit, bis wir es endlich geschafft haben."

Parallel zum Kampf um das Drittliga-Überleben laufen bei den Borussen die Planungen für die neue Spielzeit. Weitere Verlängerungen kann der Coach zwar nicht verkünden, dafür hat er aber weitgehend Klarheit auf einer Offensiv-Position. "Die Tendenz geht dahin, dass uns David Solga verlassen wird", verkündet der Ex-Nürnberger, "schade eigentlich, ich dachte eigentlich, wir könnten Solle halten. Er hat eine gute Entwicklung genommen, ist zum Führungsspieler gereift, hat einen Riesen-Schritt gemacht. Ich hoffe, dass er seinen Entschluss am Ende nicht bereut."

Schneider weiß auch: "Natürlich müssen wir die Suche nach einer Ergänzung ernsthaft vorantreiben." Dem Trainer ist auch bewusst, dass man so ein Glück, wie mit dem aus Bochum geholten Daniel Gordon, der bis zur Lizenz-Truppe durchgepowert ist, nicht jedes Jahr hat.

Autor: tt

Kommentieren