Die Bezirksliga-Begegnung zwischen dem Dabringhauser TV und Türkgücü Remscheid wurde nach 27 Minuten abgebrochen. Der

Was war da los?

Schiri-Attacke führt zu Spielabbruch

03. März 2014, 14:48 Uhr

Die Bezirksliga-Begegnung zwischen dem Dabringhauser TV und Türkgücü Remscheid wurde nach 27 Minuten abgebrochen. Der "Täter" wurde umgehend suspendiert.

Es stand 1:0 für den Tabellendritten vom TV Dabringhausen, als Schiedsrichter Jan Wittschier einem Spieler der Gäste die Ampelkarte zeigte. Daraufhin soll dieser den Referee geschubst und seinen Emotionen freien Lauf gelassen haben. Die Verantwortlichen von Türkgücü haben sofort reagiert und den Sünder vorerst suspendiert.

RevierSport fragte, was war da los?

Isa Tekin (ehem. Geschäftsführer Türkgücü): "Sowas ist nicht zu entschuldigen. Unser Spieler hat sich einfach unsportlich verhalten und wird deshalb nicht nur vom Verband, sondern auch von unserem Verein bis auf Weiteres gesperrt. Für uns wird er wohl nicht mehr spielen. Wir können das nicht gutheißen und sind ein absoluter Feind von solchen Dingen. Aber was danach in den Medien über uns geschrieben wurde, ist nicht in Ordnung. Wir wurden als Verein in den Dreck gezogen, obwohl es allein der Spieler war, der dies zu verantworten hatte. Das ist nicht fair. Natürlich konnte ich seine Reaktion in diesem Moment verstehen, aber man darf sich so nicht verhalten. Ich rechne dem Schiedsrichter hoch an, dass er das Spiel abgebrochen hat, obwohl er es sich selbst vorher nicht einfach gemacht hat. Ich habe manchmal das Gefühl, dass Türkgücü nicht gemocht wird. Wir haben schon seit langem gegen Vorurteile zu kämpfen und werden teilweise unfair behandelt. Doch das, was im Spiel gegen den TV passiert ist, werden wir nicht verteidigen. Der Spieler hat sich selbst zu verantworten, wir sagen in der Spruchkammersitzung keinen Mucks."

Markus Leonhardt (Vorsitzender TV Dabringhausen): "Ich habe so etwas noch nie in dieser Form erlebt. Der Spielabbruch ist absolut nachvollziehbar. Natürlich war die Brisanz in diesem Spiel doppelt hoch, da wir unter der Woche unglücklich im Pokal gegen Türkgücü ausgeschieden waren. Die Mannschaft wollte unbedingt ihr wahres Gesicht zeigen. Wir haben wohlweißlich ein Schiedsrichtergespann bestellt, weil uns klar war, dass es hitziger werden könnte. Es ist zwar ärgerlich für uns, da wir auf die sportliche Weise gewinnen wollten, aber wir werden jetzt abwarten, wie der Kreis entscheidet."

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