Bundesligist SC Magdeburg hat durch Sponsoren eine große Etatlücke geschlossen und die Insolvenz seiner Handball-GmbH abwenden können. SCM-Präsident Rolf Oesterhoff bezifferte gegenüber der Magdeburger Volksstimme den nun ausgeglichenen Fehlbetrag auf `mehr als 600.000 Euro´ und geht von einer Lizenzerteilung für die kommende Saison `ohne Auflagen´ aus. Sportlich schaffte der SCM zum Auftakt des 30. Spieltages einen weiteren Schritt Richtung Champions League, wo in der kommenden Saison erstmals vier deutsche Klubs spielen dürfen.

Magdeburger Handball-GmbH wendet Insolvenzgefahr ab

Sportlich weiter auf Kurs

11. Mai 2007, 21:36 Uhr

Bundesligist SC Magdeburg hat durch Sponsoren eine große Etatlücke geschlossen und die Insolvenz seiner Handball-GmbH abwenden können. SCM-Präsident Rolf Oesterhoff bezifferte gegenüber der Magdeburger Volksstimme den nun ausgeglichenen Fehlbetrag auf `mehr als 600.000 Euro´ und geht von einer Lizenzerteilung für die kommende Saison `ohne Auflagen´ aus. Sportlich schaffte der SCM zum Auftakt des 30. Spieltages einen weiteren Schritt Richtung Champions League, wo in der kommenden Saison erstmals vier deutsche Klubs spielen dürfen.

Durch einen 32:21 (14:9)-Erfolg gegen den Wilhelmshavener HV zog die Mannschaft von Bogdan Wenta mit 46:14 Punkten sogar vorübergehend vorbei an der SG Flensburg-Handewitt (44:14) auf den dritten Rang. Zudem liegt der TV Großwallstadt nach einem 27:28 (12:13)-Sieg gegen die HSG Düsseldorf nun auf dem neunten Platz, der zur Teilnahme am EHF-Pokal bereichtigt. In Magdeburg hatten laut Rolf Oesterhoff dutzende Geldgeber durch zusätzliche Zahlungen das finanzielle Ende der Handball-GmbH verhindert.

`Die Gesellschaft befand sich in akuter Insolvenzgefahr´, erklärte Rechtsanwalt und SCM-Vizepräsident Frank Meyer. Oesterhoff hatte nach der Entmachtung von Manager und GmbH-Geschäftsführer Bernd-Uwe Hildebrandt von `sehr unsortierter und sehr unprofessioneller´ Arbeit der Gesellschaft gesprochen. Man habe ein hohes Maß an Zettelwirtschaft festgestellt.

Für den vor wenigen Tagen wegen kritischer Äußerungen zur Personalpolitik abgemahnten Star Stefan Kretzschmar soll es auch nach Ende der aktiven Karriere eine Zukunft im Verein geben. Der 34-Jährige, dessen Vertrag als Spieler beim SCM noch bis 2008 läuft, könnte nach den Vorstellungen der Vereinsspitze im Marketing-Bereich und im sportlichen Bereich - unter anderem als Spielerbeobachter - tätig sein.

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