Die ersten beiden Neuverpflichtungen sind in trockenen Tüchern. Neben Keeper Michael Melka von Borussia Mönchengladbach kommt auch Fabian Hergesell von der Zweitvertretung von Bayer Leverkusen. Der 21-jährige Linksverteidiger hat einen Zwei-Jahres-Vertrag unterzeichnet.

DÜSSELDORF: Melka und Hergesell da, kommt Kastrati?

"Wie ein Sechser im Lotto"

kru
11. Mai 2007, 15:06 Uhr

Die ersten beiden Neuverpflichtungen sind in trockenen Tüchern. Neben Keeper Michael Melka von Borussia Mönchengladbach kommt auch Fabian Hergesell von der Zweitvertretung von Bayer Leverkusen. Der 21-jährige Linksverteidiger hat einen Zwei-Jahres-Vertrag unterzeichnet. "In dieser Saison war schon mehrfach erkennbar, dass auf dieser Seite Bedarf besteht. Es sind im derzeitigen Kader einfach zu wenig Linksfüßer vorhanden", begründet Wolf Werner, Fortunas Geschäftsführer Sport, den Einkauf.

"Dann bekommen Henri Heeren und Tim Kruse, mit denen wir ebenfalls in Gesprächen sind, auch wieder mehr Konkurrenz." Man spürt schon, es gibt für Werner viel zu tun. "Wir werden mit allen Kickern aus der jetzigen Mannschaft sprechen. Aber man muss auch Geduld haben, schließlich sind wir noch nicht sicher in der Regionalliga", hebt der ehemalige Bremer den Zeigefinger. "Die Dortmunder punkten und punkten. Wir sind mit unseren 45 Zählern noch einholbar, deshalb ist die Saison noch nicht vorbei."

Immer wieder hört man heraus, Werner erwartet von den Akteuren noch einiges: "Jeder bekommt die Chance, sich für nächstes Jahr zu bewerben." Bestes Beispiel ist Sebastian Kneißl, der in den letzten beiden Partien nicht nur getroffen, sondern auch endlich gezeigt hat, was in ihm steckt. Werner nickt: "Den Sebastian hatte eigentlich schon gar keiner mehr auf dem Zettel und jetzt bombt er. Ich habe schon nach der Partie in Leverkusen zu ihm gesagt, es soll so weitergehen."
Denn im Angriff hat es in der kompletten Spielzeit über gehakt.

Auch darüber zerbricht sich Werner den Kopf: "Ich habe gestern ein sehr gutes Gespräch mit Marcus Feinbier geführt." Zudem könnte Bekim Kastrati, der derzeit bei Eintracht Braunschweig die Stiefel schnürt, ein möglicher Kandidat für die Fortuna sein. Der würde dann seinen ehemaligen Gladbacher Kollegen Melka wiedertreffen. "Mir wurde in den letzten Tagen mehrfach gratuliert. Ich habe von niemandem gehört, wie kannst du nur nach Düsseldorf gehen", berichtet der Torwart und fügt hinzu: "Nun wechsel ich nach Münster und Gladbach zum nächsten Traditionsverein. Das ist schon eine reizvolle Aufgabe für mich."

Zudem bleibt der 1,95 Meter-Mann in der Gegend. "Das ist doch für mich wie ein Sechser im Lotto. Mein Vertrag läuft aus und ich bekomme ein gutes Angebot von einem Club in der Nähe", grinst Melka, der jedoch das Umfeld in Düsseldorf warnt: "Nur weil wir eine tolle Stadt und ein klasse Stadion haben, heißt das noch lange nicht, dass wir aufsteigen. Die Qualität ist entscheidend." Doch der Goalie macht keinen Hehl daraus, dass er durchaus mit dem Klassensprung liebäugelt: "Erstes Ziel ist die Qualifikation für die neue dritte Bundesliga. Aber wir haben zudem die große Möglichkeit, mit Vereinen wie dem 1.FC Köln, Borussia Mönchengladbach und Alemannia Aachen gleichzuziehen.

Die Stadt sehnt sich nach der Rückkehr in den Profi-Fußball." Bis dahin hat Werner noch eine Menge Arbeit vor der Brust, auch wenn er das Kapitel Torwart durch Melkas Verpflichtung abhaken konnte. "Wir gehen in eine schwierige Saison. Dafür braucht man einen gestandenen Mann zwischen den Pfosten. Wir haben Michael natürlich in Absprache mit Trainer Uwe Weidemann geholt, weil wir vollstes Vertrauen in seine Stärke haben."
Am kommenden Samstag (14 Uhr) wird Melka noch nicht helfen können, dann muss noch Kenneth Kronholm seinen Kasten im Millerntor-Stadion auf St. Pauli sauber halten.

Autor: kru

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