Dass die Sportfreunde Marxloh Fußball spielen, weil es ihnen Spaß macht, ist hinlänglich bekannt. Und den haben sie auch als Tabellenletzter nicht verloren.

SF Marxloh

Spaß geht auch am Tabellenende nicht verloren

20. Februar 2014, 20:03 Uhr

Dass die Sportfreunde Marxloh Fußball spielen, weil es ihnen Spaß macht, ist hinlänglich bekannt. Und den haben sie auch als Tabellenletzter nicht verloren.

Wenngleich Abdullah Özcan durchaus beipflichtet, wenn behauptet wird, dass Fußball mehr Spaß macht, wenn man Erfolg hat - auch wenn der Spaß eigentlich im Vordergrund steht.

Doch die Sportfreunde sind vom Pech verfolgt. Immer wieder fallen Spieler aus, sei es verletzungsbedingt, oder weil Arbeit oder Familie bei dem 2006 von Freunden gegründete und immer noch aus Freunden bestehende Verein aus Marxloh einfach Vorrang haben. "Ich habe allen gesagt", erklärt Özcan, "dass niemand die Arbeit oder die Familie hinten anstellen soll, nur damit wir am Sonntag vielleicht ein Spiel gewinnen."

Die Statistik der SF Marxloh finden Sie [url=http://www.reviersport.de/fussball/220035-1314-mannschaften-220091061-sf-marxloh-spiele.html]hier[/url]

Eine große Geste des Spielertrainers, der dann eben selber in die Breche springt und nach eigener Aussage "bis auf zwei Partien in allen mitgespielt" hat. Hinzu kommen circa 13 "Abrufkräfte", die in dieser Saison auch schon häufiger einspringen mussten, als eigentlich geplant. Die Sache ist: "Die sind eigentlich alle schon Ende 30 oder Anfang 40", weiß Özcan, "da ist das nicht mehr ganz so einfach." Und dann "fehlte in vier Spielen auch noch ein Torwart" und ein Feldspieler musste ihn vertreten.

Aufgeben gilt nicht

Alles in allem sind das keine guten Voraussetzungen, um in der Kreisliga A ohne Training zu bestehen. Das wissen auch die Sportfreunde. Doch sei es drum, meint Özcan, "wir gehen erhobenen Hauptes eine Liga tiefer." Das heißt aber nicht, dass sich die Mannschaft aufgegeben hat. Ganz im Gegenteil. "Wir werden fair bleiben und die jetzt kommenden 15 Spiele so gut wie möglich angehen", verspricht der Coach, auch wenn der "Klassenerhalt einem Wunder gleichkommen" würde.

Gute Erinnerungen an Lohberg

Den Anfang macht am Sonntag die Partie gegen den VfB Lohberg. Im Hinspiel zog sich der Tabellenletzte durchaus achtbar aus der Affäre. Die 0:1-Niederlage war die bisher niedrigste in der gesamten Saison - abgesehen von den drei Unentschieden, die die "Elf Freunde" erzielen konnten.

Was Özcan vor dem Rückspiel am meisten wurmt, ist weniger die schlechte Aussicht auf einen oder sogar drei Punkte. Vielmehr muss er erneut vier Stammspieler ersetzen. "Wir werden mit einer absoluten Rumpfelf auflaufen", graut es ihm schon jetzt vor der Partie.

Doch die SF Marxloh wären nicht die SF Marxloh, wenn sie vorher aufgeben würden. Von daher gehen sie auch diese schwere Aufgabe mit einer großen Portion Spaß an. Mal sehen, wohin der sie in der Rückrunde noch führen wird...

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