Germania Gladbeck hat seine Pflichtaufgabe in Menden souverän gelöst.

GLADBECK: Vertragsloser Naumann, Durdus Dementi

"Noch nicht zugesagt"

tr
10. Mai 2007, 21:40 Uhr

Germania Gladbeck hat seine Pflichtaufgabe in Menden souverän gelöst. "Aber ich war nicht zufrieden, denn wir hätten jetzt Tabellenführer sein müssen", hadert DJK-Trainer Guido Naumann. Zwar sind die Germanen mit dem Spitzenreiter aus Sprockhövel punktgleich, doch "wir hätten in Menden 12:1 gewinnen müssen, dann wäre auch unser Torverhältnis besser und wir würden schon heute von ganz oben auf die Liga schauen."

Doch so muss sich Naumann noch gedulden, erst am Sonntag wäre ein Tabellenplatz-Wechsel möglich. "Wenn Herten gegen uns verliert, sind sie abgestiegen. Doch wir können keine Rücksicht nehmen, deshalb muss sich die SG wohl damit abfinden." Naumann, der auf Sebastian Senger (Rippenprellung) und Thorsten Sievert (Kreuzbandriss) verzichten muss, weiter: "Wir steigen auf, auch wenn wir noch schwere Partien vor der Brust haben, denn Kornharpen rechnet schließlich auch noch."

Doch nicht nur sportlich existiert ein Brandherd. Auch intern scheint es noch keine Einigung zu geben. Denn Naumann hat noch keinen neuen Vertrag, auch wenn der ehemalige Hasseler der Angelegenheit locker gegenübersteht: "Ich mache mir keine Gedanken, wir werden uns noch zusammensetzen und neu verhandeln." Gleiches gilt auch für einen Großteil der Akteure. Der Club verkündete voreilig die Verlängerung mit Irfan Durdu.

Und der Routinier zeigt sich überrascht: "Im Moment stagnieren die Gespräche. Wir haben uns zwar ausgetauscht, aber wir sind damals mit dem Vorsatz auseinander gegangen, dass wir uns zeitnah noch einmal zusammensetzen. Doch seit drei Wochen hat keiner mehr mit mir gesprochen." Bedeutet: "Deshalb habe ich noch nicht zugesagt, ich würde mir auch gerne andere Angebote anhören. Das gilt aber nicht nur für mich, sondern viele Spieler warten auf ein Lebenszeichen des Clubs", berichtet Durdu. Der Rechtsanwalt, der sich kürzlich mit seiner eigenen Kanzlei selbstständig gemacht hat, berichtet: "Wir fühlen uns in Gladbeck alle wohl, haben hier etwas aufgebaut. Aber wenn nicht mit uns gesprochen wird, ist es nur legitim, sich andere Sachen anzuhören."

An der Zielsetzung lässt Durdu trotz der kleinen Unstimmigkeiten keinen Zweifel aufkommen: "Sprockhövel fand ich spielerisch nicht so beeindruckend, deshalb gehe ich auch nicht davon aus, dass die ihre Spiele alle gewinnen werden. Wir ziehen unser Ding durch und gehen am Ende hoch."

Autor: tr

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Rubriken

Kommentieren