Am Ende jubelten sie wie die Großen. Zum Lied „We are the Champions“ ließen sich die Schüler der Canisiusschule als Sieger der dritten Station des Street-Soccer-Cups 2007 feiern. Sie setzten sich auf dem Bahnhofvorplatz der Stadt Recklinghausen gegen acht andere Grundschulen des Kreises durch und qualifizierten sich gemeinsam mit Finalgegner Wichernschule für das große Finale in Dortmund.

Schüler der Canisiusschule Sieger beim Street-Soccer-Cup 2007

"Eine super Veranstaltung"

10. Mai 2007, 20:36 Uhr

Am Ende jubelten sie wie die Großen. Zum Lied „We are the Champions“ ließen sich die Schüler der Canisiusschule als Sieger der dritten Station des Street-Soccer-Cups 2007 feiern. Sie setzten sich auf dem Bahnhofvorplatz der Stadt Recklinghausen gegen acht andere Grundschulen des Kreises durch und qualifizierten sich gemeinsam mit Finalgegner Wichernschule für das große Finale in Dortmund.

Dass die äußeren Bedingungen nicht ganz zur tollen Stimmung vor dem Rathaus passen wollten, machte niemandem etwas. Alle „Jungspunde“ waren mit Spaß und Begeisterung dabei und dürften den Tag so schnell nicht vergessen. Dafür sorgten nicht zuletzt Ex-Profi Willi Landgraf und Peter Neururer, die der Veranstaltung einen Besuch abstatteten und unzählige Autogramme gaben.

Zufriedene Gesichter gab es auch bei den Veranstaltern, Partnern und Sponsoren des „Streetsoccer-Cups 2007“ in Recklinghausen. Das Rahmenprogramm, unter anderem gesponsert von RWE und der AOK, machte den „Kids“ eine Riesenfreude. So konnte man bei einem Gewinnspiel tolle Preise gewinnen, beim „Speed-Kick“ seine Schussstärke unter Beweis stellen oder mit Tret-Autos über den Platz „heizen“. Und dann gab es da ja auch noch DFB-Maskottchen „Paule“, das bei allen Turnieren des „Streetsoccer-Cups“ dabei ist und sich, wie natürlich auch in Recklinghausen, größter Beliebtheit erfreut.

Nie sah man den quirligen Vogel allein, immer tollten Kinder mit ihm herum. Über mangelnde „Zuneigung“ konnte sich Ballzauberer Daniel „Denilson“ Korte ebenfalls nicht beklagen. Der 18-Jährige begeisterte mit seinen Tricks und musste kräftig Autogramme schreiben. Für das leibliche Wohl sorgten Mitglieder des PSV Recklinghausen.

„Das war eine super Veranstaltung“, lobte Franz Becker, Mitglied des Verbandsjugendausschusses des FLVW, der extra aus Hagen angereist war, um sich ein Bild vom deutschen Fußball-Nachwuchs zu machen. „Wir konnten nach der Fußball-Weltmeisterschaft einen kleinen „Boom“ ausmachen. Es strömen immer mehr Mädchen und Jungen in die Vereine“, freut sich Becker, „das Wichtigste heute war der Spaß. Der sollte beim Fußball immer im Vordergrund stehen. Die Kinder konnten sich ohne Zwänge nach Herzenslust austoben. Es sind jedoch auch Einige dabei, bei denen man bereits auf den ersten Blick sieht, dass sie Talent haben. Ich hoffe, dass einige von ihnen den Weg in einen Verein finden.“

Dass sich im Finale die Canisius- und die Wichernschule gegenüber standen, war wenig überraschend. Schließlich hatten beide Mannschaften sehr gute Referenzen vorzuweisen. So ist die Canisiusschule amtierender Marler Stadtmeister, die Wichernschule hatte mit DFB-Scout Franz Winkler einen erfahrenen Trainer an der Bande. „Franz ist mit seinen 82 Jahren mit allen Wassern gewaschen. Durch einen Zufall ist er bei uns gelandet und seit nunmehr 14 Jahren an unserer Schule“, erklärt Schulleiter Niko Woronka, „er leistet tolle Arbeit.“ Dass es für die Wichernschule am Ende trotzdem nicht zum Turniersieg reichte, war für Winkler kein Beinbruch.

„Wir haben bis zum Finale alle Spiele gewonnen. Ich habe bis dato immer die Spieler eingesetzt, die meiner Meinung nach am talentiertesten sind. Mit dem Einzug ins Endspiel haben wir unser großes Ziel erreicht. Wir sind in Dortmund dabei. Also habe ich im Finalspiel den übrigen Kindern Einsatzzeit gegeben“, erklärt Winkler, der in seiner Laufbahn beim DFB unter anderem Olaf Thon entdeckt hatte. Die Canisiusschule hatte also verhältnismäßig leichtes Spiel. Am Ende hieß es 7:0 für die Mannschaft von Schulleiter Klemens Suttorp. Dieser war nach dem Schlusspfiff überglücklich: „Das war eine tolle Sache. Besonders freut mich, dass wir mit viel Spielintelligenz und großem Teamgeist gewonnen haben. Auf den kleinen Plätzen war das unser großer Vorteil.“

Der nächste Termin im Rahmen des Streetsoccer-Cups 2007 ist der 22. Mai. Auf dem Kühlmannplatz spielen ein Dutzend Mannschaften um die zwei Startplätze, die zur Teilnahme am großen Finale am 13. Juni auf dem Dortmunder Friedensplatz berechtigen. Das letzte Vorrundenturnier steigt am 24. Mai in Warendorf.

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