Sieben Spiele in Folge ohne Sieg, in denen nur drei kümmerliche Punkte eingefahren werden konnten, haben die SSV Buer bedrohlich nahe an die Abstiegsplätze gebracht. Der scheinbar komfortable Mittelfeld-Platz hat eine trügerische Sicherheit vermittelt, die den Gelsenkirchenern nun abhanden gekommen ist. Trainer Holger Siska nennt im Gespräch mit RevierSport die Ursachen für die Talfahrt und sieht einen Weg aus der Krise.

SSV BUER: Talfahrt in Wattenscheid stoppen

Siska: "Bringt nichts, draufzuhauen"

hb
10. Mai 2007, 11:09 Uhr

Sieben Spiele in Folge ohne Sieg, in denen nur drei kümmerliche Punkte eingefahren werden konnten, haben die SSV Buer bedrohlich nahe an die Abstiegsplätze gebracht. Der scheinbar komfortable Mittelfeld-Platz hat eine trügerische Sicherheit vermittelt, die den Gelsenkirchenern nun abhanden gekommen ist. Trainer Holger Siska nennt im Gespräch mit RevierSport die Ursachen für die Talfahrt und sieht einen Weg aus der Krise.

Holger Siska, haben Sie und Ihre Mannschaft die Lage in der Liga unterschätzt?

Nein, ich habe immer wieder darauf hingewiesen, dass unsere Position nur eine scheinbare Sicherheit vermittelt hat und wir noch lange nicht durch sind. Jetzt ist das eingetreten, wovor ich gewarnt habe, unser Vorsprung ist aufgebraucht.

Was sind die Gründe für die Negativ-Serie?

Zum einen das ungeheure Verletzungspech, dass uns durch die gesamte Rückrunde heimgesucht hat. Erst fiel mit Steven Engler, Richard Baron und Niko Zugcic fast die gesamte Deckung aus, danach war die Offensive mit Tim Woberschal sowie Patrick Rüsenberg dran. Zudem fehlt jetzt mit Mathias Bergmannshoff ein wichtiger Mann im Mittelfeld.

Und zweitens?

Eine Folge der vielen Ausfälle ist, dass wir zuletzt fünf Jungs auf dem Platz hatten, die erst 19 oder 20 Jahre alt sind. Denen fehlt natürlich die Erfahrung in dieser Klasse und sie können mit dem Druck noch nicht so richtig umgehen. Da ich aber momentan insgesamt nur 13, 14 Leute zur Verfügung habe, wäre es das falscheste, jetzt auf die Spiele draufzuhauen. Sie machen sich ja selbst ihre Gedanken, warum es nicht läuft.

Am Sonntag geht es nach Wattenscheid. Eine Niederlage, und das Zittern beginnt in Buer so richtig, oder?

Das ist ein ganz richtungsweisendes Match, das wir unbedingt gewinnen müssen, egal wie! Wir möchten schließlich nicht am letzten Spieltag in Menden noch darauf angewiesen sein, Punkte holen zu müssen.

Tura Rüdinghausen hat seinen Rückzug zum Saisonende angekündigt. Spekuliert man in Buer ein wenig darauf, dass es nur zwei sportliche Absteiger geben könnte?

Nein! Die haben beim Verband noch keine schriftlichen Unterlagen eingereicht und selbst wenn sie das durchziehen, wirkt es sich nicht auf die laufende Serie aus. Rüdinghausen wäre dann erster Absteiger für die neue Saison. Wir wollen sportlich die Klasse erhalten und haben auch das Zeug dazu, das zu schaffen.

Autor: hb

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