Nach nur einem Punkt aus den vergangenen zwei Spielen für den AS Rom schlägt

Erster Gegenwind für Roma-Coach Völler

jso
23. September 2004, 12:45 Uhr

Nach nur einem Punkt aus den vergangenen zwei Spielen für den AS Rom schlägt "Heilsbringer" Rudi Völler erstmals Skepsis entgegen: "Ein Gesicht ist noch nicht zu erkennen", attestierte "Tuttosport" der Mannschaft.

Für Rudi Völler, den neuen Trainer des italienischen Erstligisten AS Rom, gestaltet sich der Saisonstart holpriger als erwartet. Nach dem dürftigen 2:2 am dritten Spieltag gegen US Lecce ist der angestrebte Spitzenplatz angesichts von Rang zwölf vorerst in weite Ferne gerückt und das Team erneut in die Kritik geraten.

Nur vier Punkte aus drei Spielen

"Schritt für Schritt versucht Rudi Völler die Mannschaft in Gang zu bringen, doch ihr Gesicht ist noch nicht zu erkennen", kommentierte die Zeitung Tuttosport die magere Bilanz des früheren DFB-Teamchefs von nur vier Punkten aus drei Runden. "Wir haben Probleme in der Hintermannschaft", gestand Völler nach dem Abpfiff, "aber man muss auch sagen, dass Lecce eine starke Vorstellung geboten hat." Die Römer Cassano (54.) und Mancini (73.) hatten mit ihren Toren die zweimalige Führung der Gäste ausgeglichen.

Besonders Superstar Francesco Totti, der einen Strafstoß vergeben hatte, musste sich Kritik gefallen lassen. "Er befindet sich weiter in einer psychologisch schwierigen Phase. Die Vorfälle bei der Euro mit der Spuckattacke hat er noch nicht richtig verarbeitet", meint die Gazzetta dello Sport.

Völler springt Totti zur Seite

Völler bemühte sich dagegen, seinen Superstar aus der Schusslinie zu nehmen. "Er hat viel Pech gehabt und in der zweiten Halbzeit eine deutlich verbesserte Leistung gezeigt. Er war ein Eckpfeiler unseres Spiels", meinte der Weltmeister von 1990.

Am Samstag steht seine Elf gegen den Tabellennachbarn FC Bologna vor einer lösbaren Aufgabe, ehe am 5. Spieltag mit Inter Mailand ein echter Prüfstein wartet.

Autor: jso

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