Liebe Menschen, irgendwie haben wir ja alle Recht! Gestern jedenfalls, da musste ich sie sehen. Die Arena in Gelsenkirchen – die Stätte, wo nahezu vierzehntägig Geschichte geschrieben wird ... so oder so.

Wie dem auch sei, also gestern, gestern, da konnte ich mich kaum entscheiden. Allein wusste ich, dass ich das Stadion, in dem ich einen meiner größten Triumphe feiern durfte, die Arena AufSchalke, noch einmal sehen wollte. Doch nur schwer konnte ich mich entscheiden: Von wo aus sollte ich losfahren – und vor allen Dingen, womit?

SPORTYVES Nr. 9 – 07.05.2007

SIE sah ich jedenfalls in echt!

Yves Eigenrauch
09. Mai 2007, 18:56 Uhr

Liebe Menschen, irgendwie haben wir ja alle Recht! Gestern jedenfalls, da musste ich sie sehen. Die Arena in Gelsenkirchen – die Stätte, wo nahezu vierzehntägig Geschichte geschrieben wird ... so oder so.

Wie dem auch sei, also gestern, gestern, da konnte ich mich kaum entscheiden. Allein wusste ich, dass ich das Stadion, in dem ich einen meiner größten Triumphe feiern durfte, die Arena AufSchalke, noch einmal sehen wollte. Doch nur schwer konnte ich mich entscheiden: Von wo aus sollte ich losfahren – und vor allen Dingen, womit?

Letztendlich entschied ich mich für mein Haus in Köln und für meinen schwarzen Lamborghini Countach, den ich vor Jahren für den Spottpreis von 235.000,00 Euro habe kaufen können. Der geht echt cool ab. Auch sollte natürlich die Wahl des Fahrzeugs dem Anlass gebührend sein. Oder etwa nicht? Bestimmt! Na, mit einem meiner siebzehn Fahrräder oder einem meiner zwölf Paar Rollschuhe dort zu erscheinen, wäre denn wohl auch tendenziell unangebracht gewesen. Wie hätte das denn ausgesehen, neben all den Porsche Cayenne und haste nicht gesehen? Immerhin habe ich ja einen Ruf zu verteidigen. War aber dann doch echt blöd gewählt. Da war sehr viel Verkehr auf der Autobahn und ich kam nicht mal auf 55kmh. Offensichtlich hatten alle Hunger und fuhren ihre Fahrzeuge aus, um in der 500 Meter entfernten Bäckerei Brötchen zu holen. Aber Überraschung, dieser Umstand sollte mich mal nicht weiter stören. Ich war jedenfalls froh, irgendwann in Schalke angelangt zu sein. Bis zur Arena kam ich aber nicht. Aber die liegt ja auch nicht im Stadtteil Schalke, sondern Buer. Mist! Sollte ich mich da vertan haben? Ja echt, Schalke in Buer. Aber da kommen ja wohl auch die Breitlings und die offensichtlich neuerdings zu vergebenden Siegelringe her (vgl. BILD). ... Die lest ihr doch so gerne – und wenn ihr sie nicht lest, so schaut ihr euch doch wenigstens die Bilder an – oder?

SIE sah ich jedenfalls in echt. An der Uferstraße. Sie lief, und meine Knie und mein Rücken taten mir weh. Ein junges Mädchen – an die zwölf bis 14 Jahre alt – joggte da auf dem betonierten Gehweg. Sie schien Sport machen zu wollen, mit hippen Schuhen an den Füßen. Das war so ein Modell, das eher für das gute, sportliche Aussehen verantwortlich sein soll. Also kein wirklich zum Laufen geeigneter Schuh! Bei aller Freude am Sport: Besser ist es, sich im Vorfeld bei Fachleuten zu informieren, was zur Erhaltung der Gesundheit geeignet ist. Fragen Sie Ihren Arzt und Apotheker.

Abgesehen davon: Noch sehr gut sind mir die Bilder einer BBC Fernseh-Produktion vor Augen, bei der männliche Küken lebend in den Schredder kommen. Das zu unserem Leben. Das zu unserem Konsum-Verhalten.

Autor: Yves Eigenrauch

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